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Nach WM-Aus: Facharzt prognostiziert Ausfallzeit von Schlotterbeck

Ein Dortmunder Orthopäde ordnet die Verletzung des Nationalspielers ein, nennt eine konkrete Prognose und erklärt, warum es trotz des WM-Aus auch Anlass zur Hoffnung gibt.
Der BVB muss langfristig auf Schlotterbeck verzichten
Der BVB muss langfristig auf Schlotterbeck verzichten | picture alliance/GettyImages

Die Verletzung von Nico Schlotterbeck hat sich als schwerer Rückschlag für die deutsche Nationalmannschaft und Borussia Dortmund erwiesen. Nach seinem unglücklichen Umknicken im WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste musste der Innenverteidiger das Turnier vorzeitig beenden.

Nun hat der Dortmunder Orthopäde Prof. Dr. Christian Lüring die Diagnose gegenüber dem Westfälischen Anzeiger eingeordnet und dabei neben einer langen Ausfallzeit auch einen kleinen Hoffnungsschimmer aufgezeigt.

Facharzt rechnet mit mindestens drei Monaten Pause

Schlotterbeck hat sich eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen. Laut Prof. Dr. Lüring muss der BVB-Star zunächst mindestens sechs Wochen eine Schiene beziehungsweise Orthese tragen, damit das verletzte Band vollständig verheilen kann.

Anschließend folge der langsame Belastungsaufbau. "Nico Schlotterbeck wird vermutlich mindestens drei Monate ausfallen", erklärte der Orthopäde. Damit gerät auch ein Einsatz zum Bundesliga-Auftakt Ende August ernsthaft in Gefahr.

Trotz der bitteren Diagnose sieht der Mediziner aber auch einen positiven Aspekt. Dass Schlotterbeck nach dem Umknicken zunächst weiterspielen konnte, spreche eher gegen einen vollständigen Bänderriss. "Das spricht sogar eher dafür, dass die Verletzung nicht so schwerwiegend ist", so Lüring. Wären sämtliche Fasern gerissen, hätte der Nationalspieler das notwendige Stabilitätsgefühl im Sprunggelenk nicht mehr gehabt.

Gute Nachrichten für den BVB-Star

Immerhin bleibt Schlotterbeck wohl eine Operation erspart. Die Verletzung könne konservativ behandelt werden, wodurch einer vollständigen Rückkehr in den Profifußball nichts im Wege stehen sollte. "Er wird also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit seinem Leistungssport wieder nachkommen können", betonte Lüring.

Auch Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken zeigte sich kämpferisch: "Für Nico tut es mir extrem leid. Aber er hat im vergangenen Jahr gezeigt, wie er nach einer Verletzung noch stärker zurückkommt. Das wird er auch diesmal."


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