Extra-Schichten, Top-Form und jede Menge Geduld: Musialas WM-Plan
Von Fabian Küpper

Es waren Bilder, die wohl jedem Fußball-Fan ein Lächeln auf das Gesicht zauberten: Jamal Musiala kehrte im Januar gegen RB Leipzig endlich wieder auf den Fußballplatz zurück – und steuerte gleich eine Vorlage bei Bayerns 5:1-Kantersieg bei.
Seither sind fünf weitere Einsätze in der Bundesliga dazu gekommen, darunter auch der 78-Minuten-Auftritt gegen Eintracht Frankfurt am vergangenem Wochenende. Es war das erste Mal seit seinem Comeback, dass Musiala in der Startelf stand. Dennoch wollen sowohl die Bayern, als auch der 22-Jährige, nichts überstürzen.
Musiala will nichts überstürzen
"Ich sehe von Woche zu Woche die Schritte nach vorne, die ich mache. Ich mache viele Extra-Einheiten, damit sich mein Fuß immer frischer fühlt."
- Jamal Musiala
"Man muss immer ein bisschen vorsichtig sein. Für mich ist es besser, ein bisschen langsamer reinzukommen und hoffentlich am Ende von der Saison besser zu sein. Deswegen bin ich mit den Fortschritten jetzt glücklich", sagt er selbst über seinen Fitnesszustand.
Ein bisschen Rost ist ihm dabei noch anzumerken, was nach so einer langen Verletzungspause allerdings auch völlig normal ist. "An manchen Tagen ist er etwas steif! Aber von Spiel zu Spiel habe ich immer mehr Vertrauen in meinen Fuß. Ich sehe von Woche zu Woche die Schritte nach vorne, die ich mache. Ich mache viele Extra-Einheiten, damit sich mein Fuß immer frischer fühlt", erklärt Musiala.
"Ich wünsche mir, dass alles schon schneller geht, aber ich habe jetzt mit der Verletzung auch Geduld gelernt."
- Jamal Musiala
Diese Extra-Einheiten absolviert er jeden Tag, alles mit dem Ziel, so schnell wie möglich wieder in Topform zu sein. Allerdings weiß auch Musiala: Geduld ist eine Tugend – und deshalb will er nichts überstürzen. "Ich wünsche mir, dass alles schon schneller geht, aber ich habe jetzt mit der Verletzung auch Geduld gelernt", sagt er.
Topfit zur Weltmeisterschaft?
Für die Nationalmannschaft will er allerdings sobald wie möglich wieder auf dem Platz stehen. "Ich glaube, schon", erklärt er auf die Frage, ob er schon wieder eine wichtige Rolle im DFB-Team einnehmen kann.
Das Comeback ist für die Länderspielpause im März geplant, dort geht es gegen die Schweiz (27.03.) und gegen Ghana (30.03). Es ist die letzte Pause, bevor für das DFB-Team die Mission WM 2026 beginnt. Somit ist es für Julian Nagelsmann auch die letzte Möglichkeit, seine endgültige Startelf mit Musiala zu finden.
An der Tatsache, dass er pünktlich zum größten und wichtigsten Fußballturnier der Welt in Top-Form sein werde, lässt Musiala dabei keine Zweifel aufkommen. Auf die entsprechende Nachfrage entgegnet er entschlossen: "Ja!"
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