Ex-Liverpool-Star erreicht nächsten Karriere-Tiefpunkt
Von Franz Krafczyk

Im Sommer 2022 kam Darwin Núñez mit hohen Erwartungen und für eine damalige Rekordsumme von 85 Millionen Euro zum FC Liverpool. Seine Treffsicherheit, die er im Trikot von Benfica Lissabon zuvor noch regelmäßig nachweisen konnte, ist ihm dort aber abhanden gekommen.
Mit 40 Toren in 143 Pflichtspielen für den FC Liverpool und vielen vergebenen, hochkarätigen Torchancen konnte er die dortigen Erwartungen nie wirklich erfüllen. In der vergangenen Saison konnte er sich mit den Reds zwar zum englischen Meister krönen, mit nur fünf Saisontreffern und drei Vorlagen in der Premier League war sein Anteil daran aber sehr überschaubar.
Durch einen Verkauf nach Saudi-Arabien konnte Liverpool immerhin noch einen erheblichen Teil der damals gezahlten Ablöse herausholen. Der dortige Spitzenklub Al-Hilal bezahlte immerhin 53 Millionen Euro für Núñez, einige Monate später dürften die Verantwortlichen des Vereins dieses Investment aber bereut haben.
In der Saudi Pro League traf der Uruguayer sechsmal in 16 Einsätzen, hinzu kamen vier Assists. In der asiatischen Champions League waren es lediglich ein Tor und eine Vorlage in fünf Spielen. Wie es aussieht, werden von Núñez bis Saisonende - zumindest in den nationalen Wettbewerben - keine weiteren Scorerpunkte mehr hinzukommen.
Inzaghi streicht Núñez aus Al-Hilal-Kader
Wie Fabrizio Romano berichtet, wurde Núñez von Al-Hilal aus dem offiziellen Kader für die nationalen Spiele gestrichen. Damit ist der 26-Jährige nur noch für die AFC Champions League gemeldet. Grund dafür ist eine Regelung der Saudi Pro League, die jedem Team vorschreibt, maximal acht ausländische Spieler, die vor 2003 geboren sind, registrieren zu dürfen. Auch der frühere Arsenal-Profi Pablo Mari darf nun nicht mehr mitwirken.
"Die Entscheidung war schwierig, aber das ist die Aufgabe eines Trainers. Er trifft jeden Tag viele Entscheidungen, sogar in jeder Trainingseinheit", sagte Trainer Simone Inzaghi zur Ausbootung von Núñez und erklärte: "Núñez und Pablo sind gute Spieler. Ich möchte sie in allen Wettbewerben einsetzen, aber wir kennen die Beschränkungen bei der Registrierung ausländischer Spieler. Die Zeit hat gedrängt und ich musste eine schwierige Entscheidung treffen. Ich habe den ausgeschlossenen Spielern meine Entscheidung ruhig mitgeteilt."
Klar ist trotz der warmen Worte des Italieners aber auch, dass dies der nächste große Tiefpunkt in Núñez' Karriere ist. In der jüngeren Vergangenheit setzte Inzaghi lieber auf den weniger prominenten Marcos Leonardo, der aufgrund starker Leistungen sogar von Juventus Turin umworben wurde. Da er doch bei Al-Hilal blieb, erhielt er nun den Vorzug vor Núñez.
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