Ex-Leverkusener Diaby vor Europa-Rückkehr
Von Franz Krafczyk

Im Sommer 2023 zog es Moussa Diaby nach vier Jahren bei Bayer 04 Leverkusen nur wenig überraschend in die Premier League. Der Franzose wechselte für eine stolze Ablöse von 55 Millionen Euro zu Aston Villa, allerdings lief es dort nicht wie geplant. Deshalb zog es ihn schon im Folgejahr nach Saudi-Arabien zu Al-Ittihad.
Aufgrund seines vergleichsweise jungen Alters von damals 24 Jahren kam der Wechsel in die Wüste für viele unerwartet, doch nur eineinhalb Jahre später soll das Kapitel in der Saudi Pro League schon wieder enden. Wie es aussieht, lockt Inter Mailand den pfeilschnellen Rechtsaußen.
Laut Transfer-Experte Fabrizio Romano hat sich der italienische Topklub bereits mit Diaby auf einen Wechsel geeinigt. Auch Inter-Trainer Cristian Chivu soll die Verpflichtung des 26-jährigen Offensivstars genehmigt haben.
Leihe mit Kaufoption: Al-Ittihad droht herbes Verlustgeschäft
Ob der Transfer nun zustande kommt, hängt von den Verhandlungen zwischen den beiden Klubs ab. Im Gespräch ist ein Leihgeschäft mit einer Kaufoption im Anschluss. Diese soll bei 35 Millionen Euro liegen.
Ob die Verantwortlichen von Al-Ittihad dem Transfer zustimmen, ist noch unklar. Für den Wüstenklub, der in der Saudi Pro League aktuell nur einen enttäuschenden sechsten Tabellenplatz belegt, würde dieser Deal schließlich ein herbes Verlustgeschäft bei Diaby bedeuten. Die Ablöse für den elffachen französischen Nationalspieler betrug im Sommer 2024 noch 60 Millionen Euro und damit fast das Doppelte der Summe, die man jetzt einkassieren würde.
Gut möglich, dass sich alle Beteiligten mehr vom früheren Leverkusener erhofft hätten. In 52 Pflichtspielen für Al-Ittihad erzielte Diaby gerade einmal acht Tore, bereitete dafür immerhin 27 Treffer vor. Seinen Marktwert konnte er dadurch nicht steigern - im Gegenteil.
Nun deutet vieles darauf hin, dass das Team von Karim Benzema, N'Golo Kanté und Co. bald einen ihrer größten Stars verlieren wird. Für Inter würde Diaby derweil die Optionen in der Offensive erhöhen. Allerdings bliebe abzuwarten, auf welcher Position Chivu seinen Neuzugang einbauen würde. Im 3-5-2-System spielen die Nerazurri traditionell ohne Flügelstürmer.
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