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"Es ist ein Fiasko": Real-Superstars nach CL-Aus am Pranger

Nach dem Bayern-Aus steht bei Real nicht nur das Ergebnis, sondern auch die interne Dynamik im Fokus. Emmanuel Petit und Roy Keane wurden deutlich und stellten gleich mehrere Stars öffentlich infrage.
Viel Wirbel um FC Bayern gegen Real Madrid
Viel Wirbel um FC Bayern gegen Real Madrid | Marcel Engelbrecht - firo sportphoto/GettyImages

Der FC Bayern München hat es endlich wieder geschafft: Zwei Spiele, zwei Siege gegen Real Madrid. Seit dem Halbfinale 2012 war das für den Rekordmeister nicht mehr drin gewesen. Dieses Mal aber setzte sich Bayern sowohl im Hin- als auch im Rückspiel durch und schob den historischen Vergleich wieder in Richtung München.

Während in Deutschland die neu auferstandene Bestia Negra gefeiert wird, ist die Stimmung in Madrid komplett gekippt. In den Medien, bei Experten und in der Fanbase scheint es aktuell kaum einen Namen zu geben, der wirklich unangreifbar ist. Und genau das ist der Punkt: Wenn ein Klub wie Real in so einer Phase landet, wird Kritik schnell zur Lawine.

Wer trägt die Schuld am Ausscheiden?

Über beide Spiele hinweg gab es mehrere Szenen, die Real zusätzlich Angriffsfläche lieferten. Vinicius Junior provozierte, Antonio Rüdiger fiel mit fragwürdigen Defensivaktionen auf, Arda Güler holte sich nach dem Aus sogar noch eine Rote Karte ab.

"Wenn man jemanden beschuldigen will, dann Camavinga. Sein Foul war katastrophal."
Emmanuel Petit über Eduardo Camavinga

Für Weltmeister Emmanuel Petit stehen aber vor allem zwei Spieler im Zentrum der Debatte. Zum einen Eduardo Camavinga, dessen Platzverweis für ihn zum Wendepunkt wurde: "Wenn man jemanden beschuldigen will, dann Camavinga. Sein Foul war katastrophal. Zu diesem Zeitpunkt des Spiels war die Rote Karte sehr hart, aber leider hat der Schiedsrichter nur die Regeln angewendet … Real Madrid versteckt sich immer hinter der Schiedsrichterleistung."

Petits Satz trifft einen Nerv. In den Interviews drehte sich vieles um den Platzverweis und die Härte der Entscheidung, während andere Punkte schnell untergingen. Etwa die Frage, warum Camavinga überhaupt in diese Situation kam und warum eine regelkonforme Entscheidung auf einmal zum Problem wird.

Noch schärfer wurde Petit beim zweiten Namen: Kylian Mbappé. "Es ist nicht allein Mbappés Schuld, aber trotz allem hat er mit seiner Ankunft die Real-Kabine mit Egoismus gefüllt. Es ist ein Fiasko", kritisierte der ehemalige Mittelfeldspieler seinen Landsmann scharf.

Sorgen um Vinicius Junior?

"Wenn er diesen Funken nicht bald wiederfindet, könnte dies der Beginn eines sehr besorgniserregenden Abstiegs sein."
Roy Keane über Vinicius Jr.

Auch Roy Keane fand nach dem Aus deutliche Worte, vor allem mit Blick auf Vinicius Junior. Er machte zunächst klar, was der Brasilianer in Bestform sein kann: "Wir alle haben gesehen, was er an einem guten Tag leisten kann: sein elektrisierendes Dribbling, die Angst, die er den Außenverteidigern einjagt, die pure Freude, wenn er in Bestform ist."

Gegen den deutschen Rekordmeister sah Keane davon aber zu wenig. "Aber gegen Bayern? Über weite Strecken des Spiels war er unsichtbar, verlor viel zu leicht den Ball, erzwang Aktionen, anstatt die richtigen Entscheidungen zu treffen, und sein Wutausbruch gegen Bellingham brachte alles auf den Punkt. Die Frustration war spürbar, denn der alte Vini, der ein Spiel im Alleingang entscheiden konnte, war einfach nicht da, als Real Madrid ihn am dringendsten brauchte. [...] Wenn er diesen Funken nicht bald wiederfindet, könnte dies der Beginn eines sehr besorgniserregenden Abstiegs sein."

Dass ausgerechnet Keane, der Zeit seiner Karriere als Raubein und kompromissloser Sechser bekannt war, Vini nach seinem Ausbruch gegenüber Bellingham kritisierte, zeigt, wie verfahren und akut die Situation in der spanischen Hauptstadt aktuell ist.

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