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Erwartete Bundesliga-Tabelle: HSV viel, viel schlechter

Die Hamburger stehen derzeit besser da, als sie sollten.
Merlin Polzin
Merlin Polzin | IBRAHIM OT/GettyImages

Der HSV spielt bislang eine solide Saison und hat den Klassenerhalt drei Spieltage vor Schluss zwar noch nicht rechnerisch sicher. Faktisch müsste aber schon eine Menge zusammenkommen, damit die Rothosen doch noch auf die gefährlichen Ränge abrutschen.

Trotzdem entwickelte sich im Fanlager des HSV zuletzt immer mehr Unmut, da die Leistungen des Teams zunehmend zu wünschen übrig ließen. Der HSV halte nicht aus eigener Stärke, sondern vor allem wegen der Schwäche der Konkurrenz die Klasse, lautete die Kritik.

In der Tat wäre der HSV in den Vorjahren mit der aktuellen Ausbeute in den meisten Fällen zumindest in die Relegation abgerutscht. Ein Ruhmesblatt ist die aktuelle Saison daher nicht - wobei man sich auch immer vor Augen führen muss, dass die Hamburger ein Aufsteiger sind. Da kann man nicht erwarten, dass der Klassenerhalt schon im Frühjahr unter Dach und Fach ist.

Nichtsdestotrotz ist ein kritischer Blick natürlich notwendig. Blauäugig durchs Leben zu gehen, geht selten gut aus.

HSV leistungstechnisch auf einem Abstiegsplatz

Laut der zu erwartenden Bundesliga-Tabelle von Opta würden die Leistungen des HSV momentan nur für den vorletzten Platz ausreichen - lediglich der Stadtrivale FC St. Pauli ist noch schlechter als die Rothosen. Heißt: Wolfsburg und Heidenheim, die momentan die beiden direkten Abstiegsplätze belegen, haben eigentlich bessere Leistungen erbracht als das Team von Merlin Polzin und hätten mehr Punkte verdient.

Das hier zu Rate gezogene Modell von Opta erstellt die Tabelle anhand der expected points; schaut also, wie die jeweiligen Partien ausgegangen wären, hätten die Teams ihre Chancen auch entsprechend verwertet. Natürlich muss man auch solche Statistiken immer mit einer gewissen Vorsicht genießen - einen guten Anhaltspunkt bieten sie aber durchaus.

Insofern sollte man sich am Volkspark nicht zufrieden zurücklehnen und glauben, dass die Saison ein Erfolg war, nur weil am Ende der Klassenerhalt steht. Das Modell zeigt, dass noch einiges an Arbeit auf den HSV wartet. Sollte man die ausgeliehenen Luka Vuskovic und Fabio Vieira nicht halten können, würde die Aufgabe in der kommenden Saison nochmal ungleich schwerer werden.

Verein

akt. Punkte

xPoints

1.) Bayern

82

73,3

2.) BVB

67

56,2

3.) Leipzig

62

53,8

4.) Leverkusen

55

52,4

5.) Stuttgart

57

49,6

6.) Hoffenheim

57

45,2

7.) Freiburg

43

44,3

8.) Mainz

34

43,3

9.) Union

32

40,4

10.) Köln

31

40,3

11.) Frankfurt

43

39,9

12.) Werder

32

38,4

13.) Gladbach

32

36,6

14.) Augsburg

37

34,4

15.) Wolfsburg

25

34,1

16.) Heidenheim

22

33,9

17.) HSV

31

31,3

18.) St. Pauli

26

29,1


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