Am Donnerstag wird Jürgen Klopp seinen ersten DFB-Kader bekannt geben. Nach der enttäuschenden WM 2026 soll der neue Bundestrainer in Fußball-Deutschland als neuer Hoffnungsträger Aufbruchstimmung erzeugen. Gleichzeitig ist auch innerhalb der Mannschaft mit Veränderungen zu rechnen. Bereits bei Klopps Debüt in den Niederlanden am 24. September könnten vor allem junge Spieler ihre Chance erhalten.
In diesem Zusammenhang stehen zwei Positionen im Fokus: Zum einen benötigt das Nationalteam nach dem Rücktritt von Manuel Neuer eine neue Nummer eins – im Idealfall bis zur EM 2028. Zum anderen stellt sich die Frage, wer die Position des Rechtsverteidigers besetzt, da Joshua Kimmich wieder auf seiner gewohnten Position im Zentrum erwartet wird.
Matthäus setzt auf Urbig - und rechnet mit ter-Stegen-Rückkehr
Lothar Matthäus hat zu beiden Baustellen konkrete Vorschläge. Im Tor würde er auf Jonas Urbig setzen, auch wenn er als derzeitige Nummer zwei beim FC Bayern keinen regelmäßigen Spielrhythmus habe. "Ich finde, dass man Urbig auf Sicht aufbauen muss, um bei Turnieren in der Zukunft eine klare Nummer eins zu haben. Vom Alter her ist er derjenige, der die meisten Turniere spielen kann", erklärt der Rekordnationalspieler in seiner Kolumne bei Sky Sport.

Außerdem glaubt Matthäus fest an eine Rückkehr von Marc-André ter Stegen, der nach langen Verletzungsproblemen nun bei Ajax Amsterdam wieder in Form kommt. "Was ter Stegen betrifft, gehe ich davon aus, dass er sicher dabei sein wird. Das habe ich aus seinem Interview mit Sky Sport herausgehört. Wenn er in Amsterdam weiter seine Leistungen bringt, ist er ein Kandidat für die Nummer eins im deutschen Tor", betont der 65-Jährige.
Dank seiner starken Leistungen im Tor von Schalke 04 habe auch Loris Karius gute Chancen. "In der vergangenen Saison hat er überragend gehalten und hatte maßgeblichen Anteil an Schalkes Aufstieg. In der Bundesliga zeigt er, dass er nichts verlernt hat. Die Vergangenheit, die er mit Klopp in Liverpool erlebt hat, sollte in der Schublade bleiben", so Matthäus.
Matthäus sieht zwei Kandidaten für rechts hinten
Für die Rechtsverteidiger-Position kommen dem heutigen TV-Experten gleich zwei Kandidaten in den Sinn. Dort könne neben Stuttgarts Josha Vagnoman auch Yann-Aurel Bisseck "den Part in der Viererkette übernehmen, allerdings defensiver als Vagnoman, den ich schon bei der WM gerne im Kader gesehen hätte".

Die Antwort auf alle Fragen gibt es am Donnerstag, wenn der Klopps erster DFB-Kader offiziell bekannt wird. "Ich glaube, dass es nicht nur positive Überraschungen geben wird. Es wird auch Spieler geben, die überrascht sein werden, dass sie nicht dabei sind", prognostiziert Matthäus.
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