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Ernüchternde Jahresbilanz: BVB zieht überraschendes Finanzfazit

Trotz eines Millionenverlusts sehen die Dortmunder ihre finanzielle Zukunft weiterhin positiv.
Der BVB schrieb im vergangenen Jahr rote Zahlen
Der BVB schrieb im vergangenen Jahr rote Zahlen | picture alliance/GettyImages

Einen Tag vor dem Franz Beckenbauer Supercup gegen den FC Bayern München hat Borussia Dortmund seine Bilanz für das Geschäftsjahr 2025/26 vorgestellt. Der einzige börsennotierte Bundesligist weist dabei einen Jahresfehlbetrag von 21,7 Millionen Euro aus. Im Vorjahr hatte der BVB noch einen Gewinn von 6,5 Millionen Euro erzielt.

Hauptgrund für die negative Entwicklung war das frühe Aus in der Champions League gegen Atalanta Bergamo. Dadurch sowie durch die fehlenden Einnahmen aus der Klub-WM sank der Umsatz um 65,6 Millionen auf 460,5 Millionen Euro. Das Transferergebnis lag unter anderem dank des Verkaufs von Jamie Gittens an den FC Chelsea bei 59,3 Millionen Euro.

BVB will Abhängigkeit von Transfers reduzieren

Geschäftsführer Carsten Cramer sieht trotz des Verlusts keinen Grund zur Sorge. "Wir haben die komplizierte, herausfordernde und extrem komplexe vergangene Saison aktiv dafür genutzt, an unseren strukturellen Defiziten zu arbeiten", erklärte Cramer. Der BVB habe dabei Wachstumspotenziale identifiziert und sich unabhängiger von Transfererlösen aufstellen wollen.

Auch Finanzchef Thomas Treß betonte die stabile Ausgangslage: "Der Jahresfehlbeitrag von über 20 Millionen Euro ist für uns nicht zufriedenstellend. Gleichzeitig liegt unser Eigenkapital weiterhin bei rund 300 Mio. Euro." Die Eigenkapitalquote liegt bei mehr als 50 Prozent, neue Finanzschulden wurden nicht aufgenommen.

Positiv entwickelte sich insbesondere das Sponsoring- und Hospitality-Geschäft. Der Umsatz stieg dort um 7,3 Millionen auf 170,3 Millionen Euro. Zudem konnte der BVB mit Vodafone, Polestar und Lenovo neue Partner gewinnen.

BVB erwartet 2026/27 wieder Gewinn und setzt klare sportliche Ziele

Für die kommende Saison rechnen die Dortmunder mit einer deutlichen Verbesserung. Der Umsatz soll wieder auf 485 bis 495 Millionen Euro steigen, beim Ergebnis wird eine schwarze Null oder ein Gewinn von bis zu zehn Millionen Euro erwartet.

Auch sportlich sind die Ziele ambitioniert: Der BVB will in der Bundesliga unter die ersten drei und sowohl in der Champions League als auch im DFB-Pokal mindestens das Achtelfinale erreichen.

Cramer blickt deshalb trotz des aktuellen Millionenverlusts optimistisch nach vorne: "Wir sind ein kerngesundes, starkes Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden, maximalen sportlichen Ambitionen und sehr großen Wachstumspotenzialen." Damit soll das vergangene Geschäftsjahr für Dortmund vor allem eines bleiben: ein Ausrutscher, der sich nicht wiederholen soll.


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