Schlimme Bilder im Testspiel zwischen Dänemark und der Ukraine. Mittelfeld-Star Christian Eriksen ist am Sonntagabend zum zweiten Mal in seiner Laufbahn auf dem Platz zusammengebrochen. Der 34-Jährige hatte sich an den Brustkorb gefasst, ehe er zu Boden ging und offenbar kurzzeitig bewusstlos wurde. Die Helfer vor Ort konnten aber schnell reagieren und Eriksen im Schutz seiner Mit- und Gegenspieler auf den eigenen Beinen den Platz verlassen.
Nach weiteren Untersuchungen im Krankenhaus teilte der dänische Verband am Sonntagabend mit: "Christian Eriksen ist bei Bewusstsein und hat es unter den gegebenen Umständen gut."
Die Partie war nach dem Vorfall abgebrochen worden.
Christian Eriksen er ved bevidsthed og har det efter omstændighederne godt.
— Fodboldlandsholdene 🇩🇰 (@dbulandshold) June 7, 2026
Kampen er afblæst. pic.twitter.com/NCCx92nm6v
Fast genau fünf Jahre zuvor war Eriksen im EM-Gruppenspiel 2021 gegen Finnland auf dem Platz kollabiert, als er einen Herzstillstand erlitt. Eriksen wurde deshalb ein Defibrillator eingesetzt und konnte rund acht Monate später sein Comeback geben. Der Herzschrittmacher funktioniere nun einwandfrei und verhinderte so Schlimmeres.
Aktuell steht Eriksen noch beim VfL Wolfsburg unter Vertrag (bis 2027). Nach dem Bundesliga-Abstieg wollte er die Wölfe aber dem Vernehmen nach verlassen. Der VfL meldete sich nach dem erneuten Eriksen-Schock auf X und wünschte dem 151-fachen Nationalspieler gute Besserung: "Wir stehen in engem Austausch mit dem dänischen Fußballverband und verfolgen die weitere Entwicklung. Alles Gute und eine schnelle Genesung, Christian", heißt es im Wölfe-Statement unter anderem.
Wir denken an dich, Christian.
— VfL Wolfsburg (@VfL_Wolfsburg) June 7, 2026
Das heutige Länderspiel zwischen Dänemark und der Ukraine musste nach dem Zusammenbruch von Christian Eriksen abgebrochen werden.
Nach Angaben des dänischen Fußballverbands ist Christian bei Bewusstsein und den Umständen entsprechend wohlauf. Er… pic.twitter.com/tpMa4vkkie
Dänemark-Kapitän Höjbjerg: "Jeder hat super schnell und respektvoll reagiert"
Dänemarks Kapitän Pierre-Emile Höjbjerg schilderte den Schock rund um die 65. Spielminute bei TV2 aus seiner Sicht: "Es gab einen Einwurf, ich gehe zur Seitenlinie. Ich drehe mich etwas um und sehe, wie Christian zu Boden geht. Jeder hat super schnell und respektvoll reagiert. Ich kann nur Komplimente aussprechen, wie viel Mut diejenigen bewiesen haben, die sich auf dem Feld um Christian gekümmert haben."
"Ich kann nicht viel mehr sagen, als dass du einen Schock bekommst. Das Wichtigste ist, dass es Christian gut geht", so Höjbjerg weiter.
Dänemarks Nationaltrainer Brian Riemer äußerte sich ähnlich wie sein Kapitän: "Das Wichtigste ist, dass es Christian gut geht - und das ist der Fall. Er hat den Spielern Grüße ausrichten lassen. etzt geht es darum, zusammenzuhalten. So wie wir es auf dem Rasen auf höchst würdevolle Weise getan haben. Wichtig ist auch, dass jeder eine Schulter hat, an die er sich anlehnen kann."
