Am Sonntag feierte der FC Barcelona zunächst einen klaren 5:2-Sieg über den FC Sevilla. Im Anschluss warteten die Culers gespannt auf das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen. Der vorherige Amtsinhaber Joan Laporta duellierte sich mit seinem langjährigen Widersacher Victor Font.
Das Voting für den 63-jährigen Laporta viel dabei mehr als eindeutig aus. Über 68 Prozent der Stimmen gingen an den Flick-Vertrauen. Font musste sich zum zweiten Mal gegen Laporta geschlagen geben und erhielt lediglich knapp 30 Prozent der Stimmen.
"Das ist ein überwältigendes Ergebnis, das uns enormen Auftrieb gibt. Es gibt uns so viel Stärke, dass wir unaufhaltsam sind", frohlockte Laporta nach Verkündung des Wahlergebnisses.
ELECCIONS 2026 🗳💙❤️
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Laporta-Wahl wichtig für Flick & Deco
Für Trainer Hansi Flick und Sportdirektor Deco sind das wichtige und gute Nachrichten. Die Zukunft beider war offenbar an Laportas Wahlsieg geknüpft. Font hatte bereits angekündigt, eine neue sportliche Leitung bei einem Wahlsieg installieren zu wollen. Deco wäre entsprechend seinen Joh los gewesen. Flick wiederum betonte seine Loyalität zu Laporta.
Der neue alte Barça-Präsident wird offiziell ab dem 1. Juli 2026 bis zum 30. Juni 2031 in seine dritte Amtszeit gehen. Bis dahin bleibt Rafael Yuste, im Normalfall Vizepräsident unter Laporta, interimsweise der Klubchef. Laporta hatte gemäß den Klubstatuten von seinem Amt zurücktreten müssen, um für die gestrige Wahl antreten zu können.
Gegen Font hatte sich Laporta schon bei der Wahl im März 2021 durchgesetzt. Damals mit 54,28 Prozent der Stimmen (Font 29,99 Prozent). Der Sieg jetzt ist noch einmal deutlicher ausgefallen und stärkt Laportas Position weiter. Von den 114.504 wahlberechtigten Mitgliedern gaben 48.480 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 42,34 Prozent.
Gewählt werden konnte an fünf Standorten in Katalonien: Im Camp Nou, in Girona, Tarragona, Lleida und Andorra.
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Die Wiederwahl von Laporta dürfte derweil keine allzu große Überraschung sein. Trotz der großen Ankündigungen seines Widersachers Font – die bei Barça im Wahlkampf fast schon dazugehören – war Laporta der klare Favorit. Dass Hansi Flick mit Abschied gedroht hatte, sollte Laporta nicht wiedergewählt werden, hatte seine Postion nur noch mehr gestärkt. Zudem ist die Blaugrana unter ihm finanziell zumindest auf dem Weg der Gesundung.
Für Laporta wird es die dritte und auch letzte Amtszeit. Schon von 2003 bis 2010 war er Barça-Präsident. Vor der Wahl am Sonntag erklärte er: "Dies wird das letzte Mal sein, dass ich kandidiere."
