José Mourinho muss bei seinem Champions-League-Comeback mit Real Madrid gleich sein ganzes Können als Taktiker unter Beweis stellen. Die Geister der Vorsaison verfolgen Mourinho und zwingen
die portugiesische Trainerikone zum Puzzeln.
Gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand fehlen am Dienstagabend (21 Uhr) Eduardo Camavinga und Arda Güler nach ihren Platzverweisen beim Viertelfinal-Aus gegen den FC Bayern gesperrt. Auch Neuzugang Bernardo Silva steht nicht zur Verfügung: Der Portugiese hatte in der vergangenen Königsklassen-Saison noch für Manchester City ausgerechnet gegen Real wegen eines Handspiels Rot gesehen.
Aurelien Tchouameni ist zwar wieder im Kader, war zuletzt aber angeschlagen. Unwahrscheinlich also, dass der Franzose in einem solchen Kracherspiel direkt von Beginn an aufläuft.
Damit stellt sich vor allem die Frage, wer neben Fede Valverde auf der Doppelsechs auflaufen soll. Der Uruguayer benötigt einen Konterpart, der das Spiel gestalten kann. Positionsgetreu wäre Eigengewächs Jorge Cestero eine Möglichkeit, dem Mourinho schon in der Vorbereitung Einsatzminuten gegeben hatte. Ein Startelf-Einsatz des 20-Jährigen gegen den italienischen Doublegewinner wäre allerdings ein durchaus gewagter Schritt.
Greift Mourinho wieder zu einer ungewöhnlichen Lösung?
Mourinho könnte deshalb auf eine Variante zurückgreifen, die Real-Fans bereits aus seiner ersten Amtszeit kennen. Damals setzte er Sergio Ramos und Pepe in Ausnahmefällen als Sechser ein. Diesmal käme Dean Huijsen infrage, der sich mit seiner beidfüßig starken Spieleröffnung für diese Rolle anbietet.

Allerdings überzeugte Huijsen zuletzt in der Innenverteidigung. Sollte Mourinho ihn dennoch ins Mittelfeld ziehen, könnten Ibrahima Konaté und Antonio Rüdiger das Abwehrzentrum bilden. Alternativ wäre Trent Alexander-Arnold aufgrund seiner Vielseitigkeit mit Ball am Fuß eine Option auf der Sechs, während Denzel Dumfries dessen Position rechts hinten übernehmen könnte.
Die offensivste Variante wäre Jude Bellingham neben Valverde auf der Doppelsechs. Brahim Diaz könnte dann auf der Zehn spielen, während Yan Diomande zu seinem Startelf-Debüt für Real käme. Eigentlich möchte Mourinho den noch etwas stockenden Ivorer behutsam heranführen. Die Personalnot könnte den Real-Coach in der Kracher-Partie zum Champions-League-Auftakt jedoch zu einer mutigeren Lösung zwingen.
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