"Er ist zu teuer" - Wie falsch die Kritiker bei Luis Diaz lagen
Von Leonard Schmidt

Er war der Bundesliga-Neuzugang des Jahres. Für 70 Millionen Euro Ablöse sicherten sich die Bayern mit Luis Diaz einen Weltklasse-Spieler. Dennoch wurde der Transfer damals von enormer Kritik begleitet.
Sowohl die Summe als auch der abgebende Verein standen im Fokus. Die Zahlung von 70 Millionen Euro an Liverpool - also genau den Klub, der den Bayern bei Florian Wirtz zuvorkam - wirkte für viele Kritiker wie eine klare Fehlentscheidung. Zusätzlich sorgte Diaz’ Quote an vergebenen Großchancen für weiteren Gegenwind.
So falsch lagen die Kritiker
Mittlerweile hatte Diaz über alle Wettbewerbe hinweg genügend Zeit, seinen Transfer zu rechtfertigen. Mit bislang 18 Treffern, 14 Vorlagen und mehreren Weltklasse-Leistungen lässt sich klar erkennen, dass hier definitiv keine Fehlinvestition vorliegt. Der 29-Jährige entschied bereits mehrfach Spiele im Alleingang oder prägte sie maßgeblich.
Auch innerhalb des Vereins sind keinerlei Zweifel erkennbar. Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen fand nach dem Hoffenheim-Spiel deutliche Worte zum neuen Flügelkünstler: "Es macht sehr viel Spaß, wenn ich heute seinen ersten Dreierpack sehe. Aber auch, wie er seine Tore macht und vor allen Dingen, wie mannschaftsdienlich er in anderen Situationen agiert. Er ist ein echter Wirbelwind, und die Art und Weise, wie schnell er den Ball von einem Fuß auf den anderen spielen kann, ist für jeden im Stadion eindrucksvoll und ein großer Beitrag für unseren Offensivfußball."
Auch im Training rechtfertigt Diaz seinen Transfer kontinuierlich. Trainer Vincent Kompany erklärte dazu: "Was er im Moment zeigt, nicht nur in den Spielen: Er hat montags im Training genauso viel Energie – egal ob er 90 oder 95 Minuten gespielt hat. Montag ist er wieder frisch. Das hat uns in dieser Saison sehr geholfen."
Transfer für die Titel
Mittlerweile ist klar, warum sich die Bayern für diesen kostspieligen Schritt entschieden hatten. Gesucht war eben kein potenzieller Hoffnungsträger, sondern eine sofortige Verstärkung für den Titelkampf auf höchstem Niveau.
Genau das haben die Münchner bekommen. Mit Luis Diaz, Harry Kane, Michael Olise und zuletzt wieder Jamal Musiala lässt sich ohne Übertreibung argumentieren, dass in München eine der gefährlichsten Offensiven Europas spielt. Was nun noch fehlt, sind die Titel, um die Diskussionen um Diaz endgültig zum Verstummen zu bringen.
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