Entscheidung über bisherigen Leih-Flop Fukuda gefallen

Die Leihe von Shio Fukuda verläuft bislang deutlich unter den Erwartungen. Trotzdem ist intern nun eine klare Entscheidung gefallen, wie es mit dem Stürmer weitergehen soll.
Fukuda im Spiel gegen Gladbach
Fukuda im Spiel gegen Gladbach / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Dass man sich sowohl beim Karlsruher SC als auch bei Borussia Mönchengladbach mehr von der Leihe erhofft hatte, überrascht kaum. Mit bislang zehn Einsätzen, einem Tor und lediglich 202 Spielminuten zählt Shio Fukuda beim KSC nur zur zweiten Reihe eines Zweitligisten aus dem Tabellenmittelfeld.

Hoffnung bleibt groß beim KSC

Trotz der bislang enttäuschenden Bilanz zeigt man sich in Karlsruhe weiter geduldig. So wird Geschäftsführer Sport Mario Eggimann vom kicker zitiert: "Wir ziehen es durch, weil wir voll an Shio glauben."

Vielversprechende Entwicklung vor der Leihe

Und tatsächlich galt Fukuda vor seinem Wechsel als spannendes Talent. In den Nachwuchsmannschaften von Borussia Mönchengladbach überzeugte der Angreifer mit ordentlichen Scorerwerten. Für die U19 und die zweite Mannschaft kam er in 48 Spielen auf 20 Treffer und zehn Vorlagen.

Ein weiterer Faktor für den Optimismus beim KSC dürfte die vertraglich fixierte Kaufoption sein, die bei rund 1,5 Millionen Euro liegen soll. Sollte Fukuda im zweiten Saisonabschnitt tatsächlich den erhofften Leistungssprung machen, könnte der Klub wohl bereit sein, diese Summe zu investieren.

Gladbach zuletzt deutlich skeptischer

Auf der anderen Seite des Leihgeschäfts scheint die Geduld geringer zu werden. Laut kicker soll man sich in Mönchengladbach zuletzt bereits mit dem Gedanken an einen vorzeitigen Leihabbruch beschäftigt haben.

Schon vor dem Wechsel hatte der ehemalige Sport-Geschäftsführer Roland Virkus betont: "Shio ist ein junger Spieler, in dem sehr viel Potenzial steckt. Für seine Weiterentwicklung ist es notwendig, dass er auf möglichst hohem Niveau Spielpraxis sammelt."

Genau diese Spielpraxis soll nun im zweiten Teil der Saison deutlich steigen. Der Vertrag des 21-Jährigen läuft noch bis 2027. Bis dahin muss die Leihe entweder sportlich einen klaren Mehrwert für Gladbach liefern oder zumindest eine entsprechende Ablöseperspektive eröffnen.

Denn auch wenn Fukuda aktuell noch nicht den erhofften Durchbruch geschafft hat, kann es sich Gladbach nicht leisten, ein Talent günstig abzugeben, nur um später zusehen zu müssen, wie es andernorts doch noch sein Potenzial ausschöpft.


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