Nachdem Italien abermals die Teilnahme an der Weltmeisterschaft verpasst hatte, nahm Nationaltrainer Gennaro Gattuso seinen Hut. Seither sind die Italiener auf der Suche nach einem neuen starken Mann – und hatten dafür sogar mit Pep Guardiola geliebäugelt (90min berichtete).
Paolo Maldini, der als neuer Direktor ab sofort für die sportlichen Belange der Nationalmannschaft verantwortlich ist, hatte in dieser Woche bestätigt, dass er mit Guardiola über den Posten gesprochen habe. Man wolle die Besten für den Job, bekräftigte die Milan-Legende.
Berichte, wonach Guardiola ein Gehalt von 20 Millionen Euro verlange, wischte Maldini zudem beiseite: "Für Pep spielt der finanzielle Aspekt überhaupt keine Rolle."
Zu einer Zusammenarbeit wird es dennoch nicht kommen. Wie die Gazzetta dello Sport vermeldet, habe Guardiola den Italienern abgesagt. Der Katalane fühle sich demnach zwar geehrt, dass ihm der Posten angeboten wurde, doch es sei einfach nicht der richtige Zeitpunkt. Nach zehn kräftezehrenden Jahren bei Manchester City möchte Guardiola nun eine Auszeit, um genügend Zeit mit seiner Familie verbringen und sich erholen zu können. Man kann es ihm nicht verdenken.
Kommt jetzt Pirlo?
Die Italiener, die übrigens auch beim aktuellen Brasilien-Coach Carlo Ancelotti angefragt haben, dort aber ebenfalls einen Korb kassierten, müssen nun umschwenken. Dem Bericht zufolge ist Andrea Pirlo der Plan B von Maldini und Co. Demnach sei der ehemalige Weltklasse-Verteidiger überzeugt, dass sein langjähriger Mitspieler "der richtige Innovator ist, um mit der Vergangenheit zu brechen und eine neue Vision für den Fußball zu entwickeln". Das hätte die Squadra Azzurra auch bitter nötig.
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