Das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador konnte seinen Zweck aus deutscher Sicht nicht erfüllen. Nachdem das DFB-Team bereits vor der Begegnung als Gruppensieger feststand, sollte die Partie dazu dienen, dass sich die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann weiter einspielt und positive Energie entfachen kann.
Stattdessen setzte es eine 1:2-Niederlage, welche, wie bereits beim knappen 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste, Schwachpunkte im deutschen Team aufzeigte. Vor allem ein Kritikpunkt wird immer wieder angeführt und sei laut der Sport Bild auch intern ein Thema.
Physisch unterlegen?
Sowohl im Nachgang der Partie gegen die Ivorer, als auch im Anschluss an den letzten Gruppenspieltag der WM 2026, wurde die körperliche Komponente im Spiel der deutschen Auswahl kritisiert.
In beiden Begegnungen wirkte die Mannschaft von Julian Nagelsmann in den meisten Duellen physisch unterlegen, gegen Ecuador hatten sieben Feldspieler eine negative Zweikampfbilanz. Genau dieses Problem soll, wie die Sport Bild berichtet, auch ein Thema in der Kabine des DFB-Teams sein.
Schwierig zu beheben
"Körperlichkeit ist schwer zu trainieren. Wir müssen den Ball früher spielen, um Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen."Julian Nagelsmann
Im Nachgang der Partie gegen Ecuador sprach der Bundestrainer die Schwachstelle seiner Mannschaft offen an und nannte dabei einen Lösungsweg: "Körperlichkeit ist schwer zu trainieren. Wir müssen den Ball früher spielen, um Zweikämpfen aus dem Weg zu gehen."
Selbstverständlich kann kurzfristig nicht derart an der Physis der Spieler geschraubt werden, stattdessen sollen die körperlichen Probleme spielerisch und taktisch kaschiert werden. Grundsätzlich kein verwerflicher Ansatz, denn erfolgreiche Teams zeichnen sich meistens nicht dadurch aus, keine Schwächen im eigenen Spiel zu haben, sondern diese so zu verstecken, dass sie keine großartige Rolle spielen.
Nächster physischer Härtetest
Im Sechzehntelfinale steht der nächste physische Härtetest für die deutsche Nationalmannschaft an, wenn es gegen Paraguay geht. La Albirroja ist zwar ein Gegner gegen den das DFB-Team als haushoher Favorit in die Partie geht, bezogen auf die angesprochene Schwachstelle der deutschen Auswahl allerdings ein äußerst unangenehmer Kontrahent.
Gegen Paraguay, welche einen sehr körperbetonten Ansatz verfolgen, ist es also die Gelegenheit für die Mannschaft von Julian Nagelsmann zu zeigen, dass man die fehlende Physis tatsächlich kaschieren kann. Dafür müssen die Akteure allerdings einen deutlich konzentrierteren und spielerisch überzeugenderen Auftritt hinlegen als gegen Ecuador.
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