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England-Traum vor dem Aus: Bleibt El Mala vorerst in der Bundesliga?

Der geplante Millionen-Transfer des hochgehandelten Kölner Top-Talents Said El Mala in die Premier League ist vorerst gestoppt.
Sein England-Traum wackelt gewaltig: Bleibt das umworbene FC-Talent Said El Mala vorerst in der Bundesliga?
Sein England-Traum wackelt gewaltig: Bleibt das umworbene FC-Talent Said El Mala vorerst in der Bundesliga? | picture alliance/GettyImages

Der Transfer von Said El Mala in die englische Premier League ist vorerst auf Eis gelegt. Obwohl der 1. FC Köln bereit war, ein Rekord-Angebot in Höhe von bis zu 50 Millionen Euro vom FC Brentford anzunehmen, wird der 19-Jährige nicht zu den Londonern wechseln.

Wie Sky-Transfer-Insider Florian Plettenberg berichtet, hat die Spielerseite dem englischen Erstligisten eine offizielle Absage erteilt, da der Offensivspieler dies nicht für den richtigen Karriereschritt hielt. Zuvor hatte schon die Bild von einer El-Mala-Absage berichtet und davon gesprochen, dass die Mutter (und Beraterin) des Shootingstars den Daumen gesenkt hatte.

Da sich zuvor auch schon Brighton & Hove Albion aus dem Transferpoker zurückgezogen hatte und die England-Option aufgrund bürokratischer Hürden nun generell wackelt, gewinnt ein vorläufiger Verbleib in der heimischen Bundesliga plötzlich wieder enorm an Bedeutung.

BVB lockt – doch Köln bleibt bei der Ablöse hart

Wenn der finanzstarke englische Markt wegzubrechen droht, ruft das zwangsläufig andere Akteure auf den Plan. Deutsche Berater versuchen derzeit intensiv, einen Verbleib in der Bundesliga als bestmögliches Ziel für den Offensivspieler attraktiv zu machen.

Im Zuge dessen fällt immer wieder der Name Borussia Dortmund. Da der BVB die vom FC aufgerufenen 50 Millionen Euro jedoch nicht zahlen würde, wird gefordert, dass Köln von seiner Ablöseforderung abrückt.

Für FC-Sportchef Thomas Kessler und die Kölner Gremien ist ein Verkauf unter dieser Summe laut dem Geissblog jedoch absolut keine Option. Sollte es hier keine Einigung geben, rückt ein Szenario in den Bereich des Möglichen, das bis vor kurzem noch als völlig undenkbar galt: Said El Mala könnte in der anstehenden Saison 2026/27 doch noch ein weiteres Jahr für den 1. FC Köln auflaufen, bevor er den nächsten großen Karriereschritt wagt.

Ausgeschlossen ist aber ein Wechsel auf die Insel weiter nicht. Laut Sky hoffe El Mala noch auf ein "großes Angebot". Newcastle United soll bereit sein, wieder in den Poker einzusteigen.

Der familiäre Faktor als größtes Hindernis

Dass die Bundesliga derweil überhaupt wieder ein derart großes Thema wird, liegt an den äußerst komplexen Verhandlungen im Hintergrund. Die Eltern des Spielers haben die Beratung ihres Sohnes übernommen und knüpfen einen Transfer an klare Bedingungen. Neben dem sportlichen Anspruch und der Erfüllung finanzieller Forderungen gibt es einen weiteren entscheidenden Faktor: den älteren Bruder Malek El Mala.

Die Familie favorisiert laut dem Geissblog zwingend eine Lösung, bei der beide Brüder idealerweise im Doppelpack wechseln. Diese Bedingung sorgte in der Vergangenheit bereits dafür, dass ein Transfer von Said zum BVB scheiterte, da Dortmund den Bruder damals nicht mitverpflichten wollte.

Strenge Brexit-Regeln verbauen den England-Weg

Genau dieser familiäre Wunsch droht nun den Traum von der Premier League endgültig platzen zu lassen. Durch den Nicht-EU-Status Großbritanniens nach dem Brexit benötigen ausländische Profis ein spezielles Visum. Um dieses zu erhalten, müssen Spieler im sogenannten Punktesystem des englischen Verbandes durch Länderspieleinsätze oder Spielminuten in hochklassigen Ligen eine bestimmte Quote erreichen.

Da Einsätze in der Regionalliga West in dieses System nicht einzahlen, kommt Malek El Mala aktuell auf null Punkte und würde somit auf der Insel höchstwahrscheinlich gar keine Arbeitserlaubnis erhalten. Da auch die streng limitierten Ausnahmeregelungen nur für absolute Top-Talente vorgesehen sind, ist ein gemeinsamer Wechsel der El-Mala-Brüder nach England derzeit praktisch ausgeschlossen.


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