England klopft an: HSV-Star auf die Insel?
Von Niclas Hergt

Beim Hamburger SV bahnt sich kurz vor dem Ende des Winter-Transferfensters eine richtungsweisende Personalie an. Wie Football Insider berichtet, arbeitet der FC Middlesbrough an einer Verpflichtung von Angreifer Ransford Königsdörffer. Für den HSV könnte es die letzte Gelegenheit sein, mit dem Offensivspieler noch eine Ablöse zu erzielen.
Vertrag läuft aus: Königsdörffer vor Abschied aus Hamburg?
Königsdörffer steht beim HSV nur noch bis zum Sommer unter Vertrag. Eine Verlängerung ist bislang nicht in Sicht, weshalb ein Verkauf im Winter aus wirtschaftlicher Perspektive naheliegend wäre. Der 24-Jährige kam in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf 21 Einsätze und zwei Treffer, konnte jedoch nicht immer die erhoffte Konstanz zeigen. Dennoch galt er aufgrund seiner Schnelligkeit und Variabilität bislang als wertvoller Kaderbaustein von Merlin Polzin.
Ein Abgang mitten in der Saison wäre für den HSV sportlich ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Gerade im Offensivbereich ist der Kader dünn besetzt, Königsdörffer kann sowohl auf den Außenbahnen als auch im Zentrum eingesetzt werden. Die Stürmerposition gilt in Hamburg seit geraumer Zeit als Problemzone: Verletzungen warfen die Norddeutschen immer wieder zurück, zudem mangelt es im Abschluss an Effizienz.
Trotz der jüngsten Verpflichtung von Damion Downs müsste im Falle eines Wechsels voraussichtlich kurzfristig Ersatz gefunden und integriert werden - ein Aspekt, den die HSV-Verantwortlichen in ihre Entscheidung einbeziehen dürften.
Middlesbrough lockt – HSV zwischen wirtschaftlicher und sportlicher Priorität
Middlesbrough will die vertragliche Situation nutzen, um seine Offensive im Aufstiegskampf Richtung Premier League gezielt zu verstärken. Für den HSV steht jedoch weit mehr auf dem Spiel als eine mögliche Ablöse: Im Tabellenkeller der Bundesliga ist die Lage angespannt, nur drei Punkte trennen die Rothosen vom Relegationsplatz. Kaderentscheidungen müssen daher mit größter Sorgfalt getroffen werden.
Ein Winter-Abgang Königsdörffers würde ein klares Zeichen für wirtschaftliche Vernunft setzen, birgt sportlich jedoch Risiken. Bleibt der Angreifer bis zum Sommer, droht hingegen ein ablösefreier Verlust. Die kommenden Tage bis zum Deadline-Day könnten somit richtungsweisend werden – für Königsdörffer und für die strategische Ausrichtung des HSV.
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