Dass der FC Bayern im Sommer keinen Ersatz für Leon Goretzka verpflichtete, liegt auch am großen Potenzial von Tom Bischof. Nachdem der Mittelfeldspieler schon in seiner ersten Bayern-Saison regelmäßig Minuten sammeln durfte, soll er nun in seinem zweiten Jahr die nächsten Schritte machen.
Was er draufhat, zeigte Bischof kürzlich auch im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Der 21-Jährige wurde von Jürgen Klopp für die Spiele gegen Serbien (2:0) und Griechenland (0:0) nominiert, stand in beiden Partien in der Startelf und konnte dabei mit starken Auftritten auf sich aufmerksam machen. Beim Sieg gegen die Serben erzielte Bischof sogar sein erstes Länderspieltor.
Kompany bremst Bischof: "Nationalteam spielt in meiner Entscheidung keine Rolle"
Darf Bischof nun auch auf mehr Einsätze im Verein hoffen? Da Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic auf der Doppelsechs des Rekordmeisters gesetzt sind, durfte er in dieser Saison erst zwei Startelf- und vier Jokereinsätze sammeln. Und wie es aussieht, wird sich an dieser Rolle vorerst nichts ändern.
"Wir haben bisher erst sechs Spiele bestritten. Die Nationalmannschaft spielt in meiner Entscheidung über die Startelf keine Rolle. Ich freue mich absolut, wenn die Spieler positiv zurückkommen. Aber wenn das nicht der Fall ist, können sie es dort und dann hinter sich lassen", bremste Trainer Vincent Kompany auf der Pressekonferenz am Freitag.

Auch wenn der Belgier keine konkrete Auskunft zu seinen Entscheidungen geben wollte, deutete er klar an, dass Bischof weiterhin die zweite Wahl bleiben wird. "Ich habe nicht vergessen, wie unsere letzten paar Vereinsspiele gelaufen sind, und nicht vergessen, wer gegen Union Berlin, Bodö, Dortmund im Super Cup und gegen Stuttgart gut gespielt hat. Das berücksichtige ich", versicherte Kompany.
Bischof muss sich bei den Bayern also vorerst weiterhin mit der Reservistenrolle begnügen. Aufgrund des vollen Terminkalenders in den kommenden Wochen scheint es aber nahezu sicher zu sein, dass er weiterhin regelmäßig Chancen bekommen wird, sich dem Trainer zu präsentieren. Bis zur nächsten Länderspielpause im November erwarten die Münchner vier englische Wochen am Stück.
