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Elfer-Frust beim Effzeh – Schiedsrichter mit offenem Geständnis

Köln haderte sehr mit dem Hand-Elfmeter gegen sich, den der Unparteiische anschließend auch lieber nicht gegeben hätte.
René Wagner
René Wagner | picture alliance/GettyImages

Ausgerechnet mit einem Heimsieg über Bayer Leverkusen hätte sich der 1. FC Köln endgültig vom zumindest rechnerisch noch offenen Abstiegskampf lossagen können. Genügend Tor- und auch Großchancen gab es für die Gastgeber, die mit diesen jedoch viel zu verschwenderisch umgingen. Umso frustrierter zeigten sich die Kölner über den Elfmeter, den Leverkusen kurz vor der Halbzeitpause zum Führungstreffer nutzte.

"Das ist kein Elfmeter. Die Begründung des Schiedsrichters war, dass der Arm rausgeht. Der Arm geht nicht raus, der ist nah am Körper", war René Wagner auch nach dem Abpfiff noch genervt vom Strafstoß für die Gäste (via Sport1).

"Mehr, als den Arm hinter meinem Körper zu lassen, kann ich nicht machen", erklärte mit Eric Martel der Effzeh-Spieler, dessen vermeintliches Handspiel zum Elfmeter und damit zum Rückstand führte. Er ergänzte: "Deswegen finde ich es hart, dass er es sich nicht mal draußen anschaut. Das kann ich nicht nachvollziehen."

Schiedsrichter gesteht: Bilder reichen ihm nicht für einen Hand-Elfmeter

Im Spiel entschied sich Robert Hartmann direkt für den Hand-Elfmeter, eine Intervention aus dem VAR-Keller blieb aus. Nach der Partie gestand der Unparteiische gegenüber Sky jedoch ein, dass er ohne den Pfiff besser hätte leben können: "Wenn ich jetzt mit ein bisschen Abstand auf die Bilder gucke, muss ich sagen: der Arm ist schon sehr, sehr nah am Körper." Es habe sich allerdings um "keine Schwarz-Weiß-Szene" gehandelt, sodass der Video-Assistent "auch nicht die Möglichkeit hatte, mich da in die Review-Arena zu schicken", so Hartmann weiter. Schlussendlich hätte er lieber nicht auf Strafstoß entschieden, innerhalb dieser seinen Ansicht nach aber tendenziellen offenen Entscheidung.

Schlussendlich haderte der Effzeh sowohl mit der eigenen Chancenverwertung, als auch mit der offenbar etwas begünstigten Führung für Leverkusen. Kurz nach der Halbzeitpause konnte Patrik Schick, der bereits den Elfmeter verwandelt hatte, auf die zwischenzeitliche 2:0-Führung aus Sicht der Gäste erhöhen. Luca Waldschmidt machte es durch den Anschlusstreffer in der 77. Spielminute nochmal spannend, doch blieb es bei der 1:2-Niederlage für Köln. Bei nun noch drei offenen Spieltagen beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz fünf und auf den ersten Abstiegsplatz sechs Punkte.


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