Trotz der vielen Leaks im Vorfeld der Kaderbekanntgabe hatte die Verkündung durch Julian Nagelsmann doch die ein oder andere Überraschung parat. Am größten war natürlich die Nicht-Nominierung von Said El Mala, entgegen einiger Medienberichte.
Der Kölner wurde zugunsten von Leroy Sané zuhause gelassen – eine mindestens mal fragwürdige Entscheidung, die dem Bundestrainer auch unter den Fans viel Kritik einbrachte. Auch Sky-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus meldete sich diesbezüglich jetzt zu Wort.
Kritik an Nominierung von Sané
"Ich hätte ihn nicht nominiert. Er ist nicht einmal Stammspieler bei Galatasaray. Er hat die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt."Lothar Matthäus über Leroy Sané (Bild)
Bei der Bild erklärte er: "Ich hätte El Mala gern dabei gesehen, er fehlt mir in diesem Kader." Ansonsten bewertet Matthäus den Kader allerdings positiv. "Im Großen und Ganzen bin ich mit den Spielern zufrieden, die Julian Nagelsmann nominiert hat", sagte er.
Einzig bei der Personalie Leroy Sané positioniert er sich klar: "Ich hätte ihn nicht nominiert. Er ist nicht einmal Stammspieler bei Galatasaray. Er hat die Erwartungen bei weitem nicht erfüllt."
Gleichzeitig hatte er auch noch einen Rat für den Bundestrainer: "Es gibt 80 Millionen Bundestrainer, die ihre eigene Meinung haben. Und Julian Nagelsmann soll das nicht persönlich nehmen. Er ist derjenige, der mit diesen Spielern mit dem Pokal zurückkommen will nach Deutschland."
Matthäus über Neuer und seine WM-Startelf
Bei dieser Mission mithelfen wird auch Manuel Neuer, der ins deutsche Tor zurückkehrt. Für Matthäus die richtige Entscheidung: "Wir haben gefordert, dass er die besten Spieler mitnimmt und Manuel ist nach wie vor, aufgrund der gezeigten Leistung die letzten Monate, einer der besten Torhüter der Welt. Auch wenn es mir leidtut für Oliver Baumann, der meiner Meinung nach sehr gute Spiele gemacht hat. Wenn ein Vinicius alleine auf Manu zuläuft, hat er schon einen kleinen Strich in der Hose."
Wenn es nach dem 65-Jährigen geht, dann steht Neuers Nachfolger im DFB-Tor auch schon fest: Jonas Urbig. "Das Alter spricht für Urbig für die Zukunft. Urbig spielt hervorragend und wird schon als Nachfolger für Manuel Neuer bei Bayern aufgebaut. Er hat überragende Leistungen gebracht. Auf ihn wird gebaut in der Zukunft", ist sich Matthäus sicher.
Zum Schluss präsentierte der Rekordnationalspieler auch noch seine WM-Startelf – und wartete dabei durchaus mit einer Überraschung auf. Bei Matthäus startet nämlich Jamie Leweling auf dem rechten Flügel, während Kai Havertz als alleinige Spitze agiert.
Matthäus' WM-Elf: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Raum – Pavlovic, Nmecha – Leweling, Musiala, Wirtz – Havertz
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