Als Eintracht Frankfurt im Februar die Verpflichtung von Albert Riera bekannt gegeben hat, war sicher niemand davon ausgegangen, dass man nur drei Monate später eine brisante Trainerdiskussion am Kochen hat. Doch genau das ist der Fall!
Riera hat mit vollmundigen Aussagen schon früh für Aufsehen gesorgt - leider war nicht viel dahinter. Denn die Auftritte und sportlichen Ergebnisse sind wie schon unter Dino Toppmöller ausbaufähig. Vorsichtig gesagt. Als dann in der vergangenen Woche auch noch ein Zoff mit Jonathan Burkardt zutage kam, war das Drama perfekt.
Riera setzte auf einer Pressekonferenz zwar zur Wutrede an. Doch sein Team enttäuschte einen Tag später gegen den HSV und ließ ihn hängen. Man hat ganz klar das Gefühl: Es passt einfach nicht! Zumal Markus Krösche nach der Niederlage gegen die Rothosen auch ein Bekenntnis zu seinem Trainer vermied.
Im Amt bleibt Riera trotzdem - zumindest für ein weiteres Spiel. Die Bild berichtet, dass die Entscheidung gefallen sei, am Freitag mit Riera gegen den BVB anzutreten. Wohl auch, weil die Zeit bis zu dem Spiel schlichtweg zu kurz ist. Eine interne Lösung lehne Kröche demnach ab. Das Boulevardblatt beschreibt das Duell gegen Dortmund als Rieras "Endspiel".
Ob Riera auch noch am letzten Spieltag im Amt ist, soll erst nach dem BVB-Spiel entschieden werden. Laut Bild-Angaben habe die Mannschaft Kenntnis darüber, dass die kommende Partie das Endspiel ihres Trainers sei - woraufhin man sich in einem Schwur darauf geeinigt habe, nochmal alles zu geben. Auch, um Platz sieben zu sichern.
Riera im Sommer sicher weg?
Dem Bericht zufolge soll spätestens am Saisonende aber Rieras Zeit in Frankfurt vorbei sein. Was die Frage aufwirft, warum das BVB-Duell überhaupt als Endspiel deklariert wird. Denn sollte die Entscheidung über eine Trennung schon gefallen sein, wäre vielmehr die Partie gegen den HSV das Endspiel gewesen. Welches die SGE nach Rieras denkwürdiger Pressekonferenz gnadenlos in den Sand gesetzt hat.
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