Zunächst wurde noch diskutiert, ob die Geste des ausgestreckten Zeigefingers und des wütenden Gesichtsausdrucks überhaupt Albert Riera gegolten haben könnte. Immerhin schien der Winkel, aus dem Jonathan Burkardt seinen doch ziemlich wütenden Torjubel zum 3:2-Endstand bei Borussia Dortmund zeigte, nicht ganz zu passen.
Doch wie die Bild berichtet, ist diese Diskussion inzwischen hinfällig geworden. Burkardt soll den Cheftrainer von Eintracht Frankfurt nämlich sofort nach dem 'Jubel' beleidigt haben. Ein "puta madre" (wörtlich zu deutsch: "Hurenmutter") sei dem Angreifer von den Lippen gegangen. Den Teamkollegen und auch Riera selbst soll das erst nicht aufgefallen sein. Erst die Videos, die später auftauchten, sollen den 25-Jährigen überführt haben.
Videos überführten Burkardt – Geldstrafe wurde bereits ausgesprochen
Diese Videos habe Riera laut der Bild dann auch bei der Videoanalyse am Dienstag nach der Auswärtsniederlage vorgespielt. Das Resultat: Burkardt soll gestanden und die Beleidigung damit erklärt haben, dass in diesem Moment die Emotionen mit ihm durchgegangen seien. Zuvor wurde bereits von Spannungen zwischen Stürmer und Coach berichtet. Seinen Treffer schien Burkardt also als ein Zeichen an und gegen den Spanier nehmen zu wollen.
Den Informationen der Bild zufolge ist eine erste Strafe auch bereits festgelegt worden: Dabei handelt es sich um eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro. Doch auch weitere Konsequenzen seien nicht ausgeschlossen, heißt es weiter. Dabei könnte es sich etwa um eine ausbleibende Kader-Berufung für das letzte Saisonspiel handeln, also dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstagnachmittag.
Das Verhältnis kitten muss Burkardt aber wohl nicht mehr. Immerhin ist es dem Vernehmen nach bereits beschlossene, wenngleich noch nicht offiziell kommunizierte Sache, dass Riera und die Eintracht zur nächsten Saison schon wieder getrennte Wege gehen. Der 44-Jährige hatte erst zum Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller übernommen und dafür sogar NK Celje inmitten der noch laufenden Saison verlassen.
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