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Einsicht oder Ausrede: Neuer spricht über seinen Mega-Bock

Mit der ersten Spielsituation leistete sich Manuel Neuer in Augsburg einen riesigen Bock. Nun hat der Bayern-Torwart über seinen Schnitzer gesprochen.
VonTim Pflieger
Manuel Neuer hat heftig gepatzt.
Manuel Neuer hat heftig gepatzt. | picture alliance/GettyImages

Nach gerade einmal 8,5 Sekunden erzielte Robin Fellhauer gegen den FC Bayern München das 1:0 für den FC Augsburg und damit gleichzeitig das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte. Dabei bekam er jedoch kräftige Mithilfe von Manuel Neuer. Der 40-Jährige hatte große Probleme bei der Ballverarbeitung und schoss Fellhauer in der Folge unglücklich an den Rücken, sodass der Augsburg-Profi freie Bahn hatte und nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Im Interview mit Sky sprach Neuer über seine Sichtweise der Situation: "Dadurch, dass ich von rechts mit zwei Leuten angelaufen wurde, habe ich mir den Ball auf links gelegt und dann ist Fellhauer sofort da gewesen. Ich habe versucht, die beste Lösung zu finden. Aber das war nicht die beste, sondern schlechteste Lösung. Ich hätte einfach den Ball wegschlagen müssen."

Beim zweiten Augsburg-Treffer, dem zwischenzeitlichen 2:1 von Rodrigo Ribeiro, nimmt der fünffache Welttorhüter die Schuld hingegen nicht auf sich. "Das war ein guter Schuss, den man nicht festhalten kann", stellte Neuer klar: "Ich lasse den Ball zur Seite abklatschen, nicht in die Mitte. Letztlich kann ich diesen Ball nicht festhalten."

Sollte Urbig mehr Spielzeit erhalten?

Schon häufiger fiel Neuer in den letzten Monaten mit heftigeren Aussetzern negativ auf. Gerade sein riskantes Aufbauspiel, das früher die große Stärke des Deutschen war, geht immer wieder schief. Häufig werden die Fehler von den Gegnern nicht belohnt, aber es können eben auch Gegentore resultieren, wie nun in Augsburg oder beispielsweise im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid, als Arda Güler den Ball in die Füße gespielt bekam und ebenfalls nur noch ins leere Gehäuse einschieben musste.

Da stellt sich jetzt die Frage: Sollte nicht DFB-Debütant Jonas Urbig mehr Spielzeit erhalten? Der Ex-Kölner macht seine Sache für den deutschen Rekordmeister in Regelmäßigkeit sehr gut und soll auch ab der nächsten Saison die neue Nummer eins an der Säbener Straße werden. Doch womöglich verschieben sich die Spielanteile schon in dieser Saison, wenn sich Neuer nicht fängt.


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