Weil Elye Wahi andere lukrative Angebote ausschlug, muss sich Eintracht Frankfurt wohl oder übel auf einen Deal mit OGC Nizza einlassen. Die Südfranzosen können sich einen sofortigen Kauf des Stürmers aber nicht leisten. Deshalb läuft es beim 23-jährigen Ivorer nun erneut auf eine Leihe hinaus.
Nach Nizza war Wahi bereits in der vergangenen Rückrunde verliehen und sicherte dem Klub mit sieben Liga-Treffern (inklusive Abstiegs-Playoffs) den Klassenerhalt. Wahi will nun unbedingt an die Côte d’Azur zurückkehren.
Wahi im Pokal nicht im Eintracht-Kader
Dass er trotz Vertrag bis 2030 in Frankfurt keine Zukunft mehr hat, machte Trainer Adi Hütter am Freitagabend deutlich. Wahi fehlte im Pokal-Aufgebot gegen St. Tönis. Der Österreicher erklärte im Anschluss, er habe nur Spieler in den Kader berufen, mit denen er auch plant.
Wahi gehört offensichtlich längst nicht mehr dazu. Im Winter 2025 hatte man ihn für satte 26 Millionen Euro aus Marseille verpflichtet. Der erhoffte Marmoush-Nachfolger war er aber nie. Um das Transfer-Minus in Grenzen zu halten, muss die SGE nun auf einen späteren Verkauf hoffen.
15 Mio. Euro Kaufoption – Nizza übernimmt volles Gehalt
Immerhin: Laut dem im französischsprachigen Raum gut informierten Transferexperten Sacha Tavolieri konnte mit Nizza eine Einigung erzielt werden. Demnach handelt es sich beim Deal um eine Leihe mit anschließender Kaufoption, die bei rund 15 Millionen Euro liegen soll. Ob die Franzosen diese Summe 2027 aufbringen können, steht natürlich noch in den Sternen. Eine weitere gute Wahi-Saison würde aber einen lukrativen Verkauf wahrscheinlicher machen.
Wichtig für die Eintracht ist zudem, dass Nizza das vollständige Wahi-Gehalt übernehmen wird und der Abgang des Stürmer-Flops hier für deutliche Entlastung sorgt.
Nizzas Rechtsverteidiger Jonathan Clauss hofft derweil schon auf eine schnelle Wahi-Rückkehr: "Wir würden uns alle freuen. Zunächst einmal für den Spieler selbst, denn wir haben ihn letzte Saison gesehen. Es waren nur sechs Monate, aber es waren sechs gute Monate von ihm. Darüber hinaus würde es der ohnehin schon sehr guten Stimmung in der Mannschaft zugutekommen. Wenn es klappt, wäre es umso besser. Denn er wird dem Team etwas geben. Wir hoffen es."
