Einfache Maxime, maximaler Erfolg: So macht Riera Frankfurt wieder erfolgreich

Albert Riera hat den Erfolg zurück nach Frankfurt gebracht. Dabei verfolgt der Spanier einen klaren Plan, in dem auch der Faktor Glück eine Rolle spielt.
Albert Riera hat Frankfurt wieder in die Spur gebracht
Albert Riera hat Frankfurt wieder in die Spur gebracht | picture alliance/GettyImages

Als Albert Riera kam, lag Eintracht Frankfurt am Boden. Kein einziger Sieg 2026, dazu eine löchrige Defensive und ein Trainer, der nicht mehr wusste, was er tun sollte, um die Wende herbeizuführen.

Dann kam Riera und mit ihm wendete sich das Blatt. Nach einem 1:1 bei seinem Debüt gegen Union Berlin kamen noch zwei Siege gegen Borussia Mönchengladbach und den SC Freiburg dazu. Einzig gegen die Bayern verlor die Eintracht unter Riera bisher.

Der Aufwärtstrend ist also klar zu erkennen, der Rückstand auf Bayer Leverkusen auf Platz sechs beträgt nur noch sechs Punkte – das europäische Geschäft ist also weiterhin in Reichweite. Dafür sorgt auch ein taktischer Kniff von Riera.

Rennen, rennen, rennen

Denn unter dem Spanier sind insbesondere die Einwechselspieler regelrechte Gamechanger. In vier Spielen unter Riera gab es bereits vier Jokertore. Sportvorstand Markus Krösche erklärt: "Da ist manchmal auch ein bisschen Glück dabei, aber das Entscheidende ist, dass die Jungs, die auf der Bank sitzen, einen Einfluss auf das Spiel haben. Das zeigt dann auch, wie breit der Kader ist."

Nur auf Glück will Riera sein glückliches Händchen allerdings nicht reduzieren. Vielmehr steckt ein klarer Plan dahinter, sagt der 43-Jährige: "Einer macht die ersten 60 Minuten großartig und derjenige, der für 30 Minuten kommt, holt sich dann die Trophäe oder das Bonbon ab."

Gegen Freiburg war es Farès Chaibi, der nach Einwechslung traf. Riera hebt dabei allerdings die Mannschaft in den Fokus: "Ja, Farès hat das Tor gemacht und die Vorlage gegeben, aber das ist eine Teamleistung."

Die Adler fliegen wieder

Jener Chaibi sagte nach dem Sieg gegen Freiburg: "Wir haben es geschafft, uns zu befreien." Kapitän Robin Koch stieß ins gleiche Horn: "Der Glaube ist wieder da, dass du spielen kannst. Wenn du gewinnst, ist das ganz Leben natürlich einfacher, die Woche danach ist viel schöner."

Riera hat also wieder Optimismus und Euphorie zurück in die Main-Metropole gebracht. Am Sonntag gegen St. Pauli können die Adler dann den nächsten Schritt gehen – und wer weiß: Vielleicht sticht am Millerntor ja wieder einer der Joker...


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