Der FC Barcelona ist weiterhin darauf angewiesen, Einnahmen auf dem Transfermarkt zu erzielen, um den Kader an anderen Stellen umbauen zu können. Dabei rücken zwangsläufig auch Spieler aus der eigenen Jugendakademie in den Fokus anderer europäischer Vereine.
Nun steht der feste Abgang eines weiteren La-Masia-Absolventen fest. Der 19-jährige Tommy Marqués verlässt die Katalanen und wird in der anstehenden Spielzeit in der ersten portugiesischen Liga auflaufen.
Ablöse im zweistelligen Millionenbereich
Wie der Transfer-Experte Fabrizio Romano berichtet, hat der SC Braga den Zuschlag für den defensiven Mittelfeldspieler erhalten. Die Vereine haben sich nach kurzen Verhandlungen auf einen dauerhaften Wechsel verständigt.
Für den FC Barcelona bedeutet dieser Deal eine willkommene Finanzspritze. Braga überweist dem Vernehmen nach eine feste Basisablöse in Höhe von zehn Millionen Euro nach Spanien. Durch vereinbarte Bonuszahlungen kann die Summe zudem um weitere zwei Millionen Euro ansteigen.
Keine Perspektive unter Hansi Flick
Dass Marqués seinen Jugendklub verlässt, liegt in erster Linie an der Konkurrenzsituation im Mittelfeld. Unter Cheftrainer Hansi Flick feierte der kopfballstarke Sechser in der vergangenen Saison zwar sein Profidebüt und kam auf zwei Kurzeinsätze, doch die Aussichten auf regelmäßige Spielzeit waren gering.
Da die sportliche Führung des FC Barcelona kurz vor der Verpflichtung des spanischen Weltmeisters Rodri steht, wäre der 19-Jährige in der Hierarchie weiter nach hinten gerutscht.
Der Spieler selbst erteilte den Portugiesen daher seine klare Zusage für den Wechsel. Dabei lehnte Marqués laut Romano auch Offerten anderer internationaler Klubs ab. Unter anderem soll Manchester City Interesse gezeigt haben, um das Talent zunächst an den FC Girona zu verleihen.
BVB schlägt stattdessen in den Niederlanden zu
Auch Borussia Dortmund hatte laut der spanischen Tageszeitung Mundo Deportivo zwischenzeitlich ein Auge auf Marqués geworfen. Ein physisch präsenter Spieler mit guter Passsicherheit hätte dem BVB-Kader im defensiven Mittelfeld durchaus weitere Tiefe verliehen.
Dass der Transfer nach Portugal für den deutschen Vizemeister nun aber keine echte Transferschlappe darstellt, liegt an den fortgeschrittenen Planungen von Sportdirektor Ole Book. Die Borussia hat den personellen Bedarf im Zentrum schlichtweg anderweitig gedeckt.
Statt auf das spanische Talent setzt der BVB auf eine etabliertere Kraft. Die Dortmunder ziehen stattdessen die Ausstiegsklausel von Joey Veerman. Der 27-jährige Niederländer wechselt für festgeschriebene 22 Millionen Euro von der PSV Eindhoven in den Signal Iduna Park. Der Wechsel von Marqués zum SC Braga ist für Dortmund somit lediglich eine Randnotiz, während sich Barcelona über frisches Geld auf dem Konto freut.
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