Erst im vergangenen Sommer hatte Onur Cinel bei Cercle Brügge als neuer Cheftrainer angeheuert. Der belgische Klub verband mit dem 40-Jährigen offenbar die Hoffnung, nach einer enttäuschenden Vorsaison in der Tabelle wieder klettern zu können. Stattdessen steht der Hauptstadtklub in der Gruppenphase der Jupiler Pro League zurzeit auf dem 15. und damit auf dem vorletzten Platz.
Am Donnerstag gab Brügge bekannt, dass die Zusammenarbeit mit Cinel vorzeitig beendet wurde. "Cercle dank Onur für ein Engagement und wünscht ihm alles Gute für seine zukünftige Karriere", heißt es im offiziellen Statement.
Cinel bleibt im Österreich-Team für die WM
Ohne Trainerjob ist der gebürtige Essener, der zwischen 2012 und 2023 beim FC Schalke in verschiedenen Rollen tätig war und als großes Trainertalent sowie vereinsinterner Hoffnungsträger galt, aber trotzdem nicht. Nach wie vor gehört er dem Trainerteam der österreichischen Nationalmannschaft unter der Führung von Ralf Rangnick an. Zusammen soll eine im Sommer möglichst erfolgreiche Weltmeisterschaft ermöglicht werden.
Abseits seiner neunmonatigen Amtszeit als Cheftrainer des FC Liefering und den zwei Monaten als Interimstrainer bei RB Salzburg, war sein Amt bei Cercle Brügge die erste richtige und größere Herausforderung für Cinel. Seiner Mannschaft droht der Abstieg, der in Belgien in einer Abstiegsrunde unter den Flop-Vier ausgespielt wird. Aktuell und mit einem übrigen Spieltag ist Cercle bereits drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt. Die entscheidenden Spiele sollte Cinel nicht mehr leiten, so die Meinung der Vereinsverantwortlichen.
