Droht dem BVB ein Upamecano-Poker? Kehl klärt über Schlotterbeck-Deadline auf

Der BVB will mit Nico Schlotterbeck verlängern, der Spieler aber zögert schon seit Monaten. Eine ähnliche Situation war zuletzt beim großen Konkurrenten aus München zu beobachten.
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck ist in Dortmund ein Dauerthema
Die Zukunft von Nico Schlotterbeck ist in Dortmund ein Dauerthema / Hendrik Deckers/GettyImages
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Am Freitagabend stand Nico Schlotterbeck zwar aufgrund einer Gelbsperre nicht auf dem Rasen, rund um den 4:0-Heimerfolg des BVB gegen Mainz 05 war vom Innenverteidiger aber dennoch die Rede. Seine offene Zukunft ist längst Dauerthema beim BVB. Wann trifft der begehrte Abwehrstar endliche eine Entscheidung?

Ein Vertragsangebot vonseiten der Dortmunder liegt dem Spieler längst vor, allerdings weigerte sich Schlotterbeck bislang, eine Entscheidung zu treffen. Das hängt in erster Linie damit zusammen, dass er wohl bei einem noch größeren Klub den nächsten Karriereschritt machen könnte.

Der Fall weist immer mehr Parallelen zum kürzlich geendeten Vertragspoker rund um Bayern-Star Dayot Upamecano auf. Dort standen zwar wohl die Finanzen und die Forderungen der Berater deutlich stärker im Vordergrund, bei Schlotterbeck handelt es sich wohl um eine fast schon rein sportliche Entscheidung. Das lange Zögern des deutschen Nationalspielers erinnert aber allmählich auch an das Theater von Upamecano. Setzt auch der BVB seinem Spieler nun eine klare Frist?

Kehl sieht "eine andere Situation" als bei Upamecano

"Ehrlich gesagt: Was heute in München los war, habe ich am Rande verfolgt. Das interessiert mich aber nicht so richtig", sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl bei Sky zur Vertragsverlängerung von Upamecano, welche der FC Bayern nur wenige Stunden vor zuvor mitteilte.

Sebastian Kehl ist als BVB-Sportdirektor auch für den Fall rund um Nico Schlotterbeck zuständig
Sebastian Kehl ist als BVB-Sportdirektor auch für den Fall rund um Nico Schlotterbeck zuständig / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages

"Wir haben hier eine etwas andere Situation", verglich Kehl die beiden Fälle. "Schlotti hat ja noch etwas länger Vertrag, als es bei Upamecano in München der Fall war. Ich will das jetzt aber gar nicht so hochhängen. Irgendwann werden wir das Thema lösen."

Schlotterbeck-Entscheidung im März? "Ich kann keine Deadline bestätigen"

Die Sport Bild berichtete zuletzt, dass sich der BVB und die Spielerseite gemeinsam darauf geeinigt haben, dass Schlotterbeck rund um die Länderspielpause in März eine Entscheidung treffen muss. Andernfalls könnte er im Sommer zu womöglich zu Real Madrid wechseln. Zu den Königlichen führe inzwischen eine heiße Spur.

"Ich kann keine Deadline bestätigen", sagte Kehl nun jedoch. "Natürlich weiß Nico um die Situation, aber es gibt nichts neues zu diesem Thema. Wenn es irgendwann mal etwas zu verkünden gibt, dann werden wir das natürlich tun."

Deadline hin oder her: Ewig Zeit, sich zu entscheiden, bleibt dem Spieler langsam nicht mehr.


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