Drei Szenarien: Reitz-Wechsel bereits beschlossene Sache?
Von Fabian Küpper

Rocco Reitz ist gerade einmal 23 Jahre alt. Und trotzdem ist er bereits Fan-Liebling, Identifikationsfigur und Kapitän von Borussia Mönchengladbach. Der zentrale Mittelfeldspieler ist also schon in jungen Jahren eine echte Institution am Niederrhein.
Allerdings könnte Reitz' letztes halbes Jahr bei der Fohlenelf bereits angebrochen sein. Dank einer Ausstiegsklausel kann er im Sommer wohl für rund 20 Millionen Euro wechseln. RB Leipzig hat die Fährte bereits aufgenommen und soll schon sehr weit mit dem 23-Jährigen sein. Sogar Gladbach selbst hat sich mit einem Abgang bereits abgefunden, berichtet die Bild.
Hassfigur der Fans?
Denn das Reitz-Thema könnte im Verein und im Umfeld für Spannung und Unruhe sorgen – gerade, wenn sich der Deal noch lange hinzieht. Laut der Bild gibt es aktuell drei Szenarien für den Wechsel des Gladbacher Publikumslieblings.
Die erste Möglichkeit wäre demnach, dass der Wechsel von Reitz zu RB noch vor dem Duell zwischen beiden Vereinen Anfang April öffentlich und perfekt gemacht wird. So haben beide Teams Planungssicherheit und können sich auf ihre Ziele in den verbliebenen Saisonspielen fokussieren.
Problem hier: Reitz würde durch den Wechsel nach Leipzig quasi sofort zur Persona non grata werden, da die Gladbacher Fans das Konzept von RB strickt ablehnen und in den letzten Jahren immer wieder mit scharfer Kritik auf sich aufmerksam machten. Eine hohe Explosionsgefahr wäre also gegeben, weil niemand weiß, wie die Fans den Wechsel aufnehmen bzw. verarbeiten würden.
Verbleib kaum wahrscheinlich
Um diese Reaktion zu umgehen könnte der Transfer deshalb auch erst nach dem Leipzig-Spiel oder sogar erst nach Saisonende verkündet werden. Dies hätte allerdings zur Folge, dass Reitz nach jedem Spiel zu seiner Zukunft befragt wird und so auf andere Weise Unruhe in den Verein bringt.
Das dritte und letzte Szenario wäre eine Vertragsverlängerung des Kapitäns – allerdings ist diese ziemlich unrealistisch, schreibt die Bild. Sportdirektor Rouven Schröder plane demnach bereits fest mit den 20 Millionen Euro des Reitz-Abgangs, um den dringend benötigten Kaderumbau voranzutreiben.
So oder so: Es spricht nahezu alles dafür, dass Reitz im Sommer den Stall wechselt und von den Fohlen zu den Roten Bullen wechselt. Dennoch bleibt es angesichts von Gladbachs angespannter Lage sowie dem schwierigen Fan-Verhältnis zu Leipzig spannend, wann und wie der Transfer verkündet wird.
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