Drei Neuzugänge? Der Stand bei den BVB-Transferplänen
Von Franz Krafczyk

Das Wintertransferfenster verläuft beim BVB ruhiger, als es den meisten Fans lieb sein dürfte. Den Januar nutzen die Verantwortlichen rund um Sportdirektor Sebastian Kehl aber vor allem dazu, um Spieler loszuwerden. Während Neuzugänge auf der einen Seite also ausbleiben dürften, gab es mit Pascal Groß (Brighton & Hove Albion) und Cole Campbell (TSG Hoffenheim) auf der anderen Seite schon zwei Abgänge.
Dafür laufen die Planungen rund um mögliche Neuzugänge für den kommenden Sommer bereits auf Hochtouren. Wie die Bild berichtet, sind die Dortmunder an gleich drei Spielern interessiert, die den Kader zur kommenden Saison verstärken sollen.
Mit einem neuen Linksverteidiger ist sich der BVB nach übereinstimmenden Meldungen bereits einig: Der 17-jährige Kaua Prates soll im Sommer kommen, allerdings muss sich die Borussia mit seinem Klub Cruzeiro Belo Horizonte noch auf eine Ablöse einigen. Ein erstes Angebot in Höhe von knapp zehn Millionen Euro soll der brasilianische Erstligist bereits abgelehnt haben. Laut Sky werde der BVB am Ende bis zu zwölf Millionen Euro inklusive Boni bezahlen (90min berichtete).
- Update: Der Deal für Kaua Prates wackelt doch wieder. Der Grund dafür ist das Como-Werben an einem anderen Cruzeiro-Linksverteidiger (klicke hier für alle Infos)
Prates soll nicht nur Almugera Kabar, der den Verein noch im Winter verlassen könnte, ersetzen, sondern auch Daniel Svensson Konkurrenz machen. Obwohl der Einsatz des Schweden vorbildlich ist, hätten die Dortmunder wohl gerne noch mehr Qualität auf ihrer linken Abwehrseite. Der Brasilianer könnte dieses Problem zumindest perspektivisch beheben.
Keine Chancen bei Barça-Talent? Englischer Abwehrspieler könnte Süle ersetzen
Ein echtes Schnäppchen für das zentrale Mittelfeld sollte ein Talent des FC Barcelona werden. Dro Fernandez, der bei den Katalanen in der laufenden Saison seine ersten fünf Profi-Einsätze sammeln durfte, darf dank einer Ausstiegsklausel für sechs Millionen Euro gehen. Allerdings soll Dro bereits im Winter zu Paris Saint-Germain wechseln, weshalb sich der BVB wohl keine großen Chancen mehr ausrechnen darf.
Ein wenig positiver sind die Aussichten bei Charlie Cresswell. Der Innenverteidiger könnte im Sommer Niklas Süle ersetzen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Der 23-jährige Engländer ist Stammspieler beim französischen Erstligisten FC Toulouse. Allerdings müsse der BVB erst noch prüfen, ob er den Erwartungen in Dortmund gerecht werden könnte.
Da auch der VfL Wolfsburg an Cresswell interessiert zu sein scheint, sollten sich die BVB-Verantwortlichen aber möglichst bald entscheiden, ob sie ins Rennen um den Abwehrspieler einsteigen wollen. Die Wölfe würden ihn wohl am liebsten schon im Winter verpflichten, um auf ihre personellen Probleme in der Defensive zu reagieren.
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