Drastische Konsequenzen: 1. FC Köln reagiert auf Standardschwäche

Der 1. FC Köln ist in der laufenden Saison gerade bei Standards leicht verwundbar. Durch ein harte Maßnahme des Vereins soll das Problem nun gelöst werden.
Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok muss dringend die Standardschwäche seines Teams in den Griff bekommen
Effzeh-Trainer Lukas Kwasniok muss dringend die Standardschwäche seines Teams in den Griff bekommen / picture alliance/GettyImages
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Die 1:3-Niederlage des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart war fast schon eine Überraschung. Verwunderlich war zwar weniger das Ergebnis, dafür aber die Entstehung der Kölner Gegentore. Denn keines der Stuttgarter Treffer fiel nach einem Standard.

Denn gerade bei diesen Situationen sind die Geißböcke in dieser Saison besonders verwundbar. Schon 14 Mal musste der Aufsteiger in der laufenden Spielzeit nach ruhenden Bällen hinter sich greifen, in der Bundesliga ist man damit das alleinige Schlusslicht.

"Das macht mich fuchsteufelswild. Wenn man als Aufsteiger in der Liga bestehen will, muss man sich bei Standards besser anstellen."

Lukas Kwasniok über die Standardschwäche

"Wir helfen ihnen, das 1:0 zu erzielen", tobte Trainer Lukas Kwasniok zuletzt nach der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig. "Das macht mich fuchsteufelswild. Wenn man als Aufsteiger in der Liga bestehen will, muss man sich bei Standards besser anstellen. Das haben wir zum wiederholten Mal nicht gemacht."

Co-Trainer Doll von Aufgabe entbunden

Die Verantwortlichen rund um Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler sahen lange dabei zu, nun ziehen sie erstmals Konsequenzen: Wie Sky-Reporter Marlon Irlbacher berichtet, wurde Co-Trainer Hannes Dold von seiner bisherigen Aufgabe als Standardtrainer entbunden.

Einen Rauswurf müsse der 32-Jährige zwar nicht befürchten, er soll dem Verein in einer anderen, noch unbekannten Funktion erhalten bleiben. Klar ist aber, dass das Trainerteam nun Druck aus der Führungsetage bekommt, das Problem nach Standards endlich in den Griff zu bekommen.

Denn gerade bei der knappen Niederlage gegen Leipzig wurde wieder einmal deutlich, dass der Effzeh zwar durchaus in der Lage ist, mit jedem anderen Bundesliga-Team mithalten zu können. Am Ende entscheiden jedoch zu häufig Freistöße und Ecken darüber, dass die Mannschaft von Trainer Kwasniok leer ausgeht.

Damit soll nun Schluss sein. Ob schon beim kommenden Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15:30 Uhr) Besserung zu sehen sein wird, ist fraglich. Mit den Kraichgauern erwartet die Geißböcke schließlich das nächste Topteam, das gerade auch nach ruhenden Bällen brandgefährlich ist. Auch beim jüngsten 3:0-Erfolg der TSG über den SC Freiburg führte eine Ecke zum Erfolg.


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