Drama, Witz-Angebot, Klage: Die Wahrheit hinter dem geplatzten Sylla-Wechsel

Der sicher geglaubte Wechsel von Moussa Sylla zum New York FC platzte auf den letzten Metern. Jetzt ist klar, wie es für den 26-Jährigen bei Königsblau weitergeht.
Moussa Sylla ist wieder zurück auf Schalke
Moussa Sylla ist wieder zurück auf Schalke / Jan Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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Zweimal war er kurz vor dem Weggang, zweimal blieb er überraschend doch bei Schalke 04: Moussa Sylla. Der Stürmer, der den Königsblauen eigentlich eine Ablöse von mindestens sechs Millionen Euro einbringen sollte, muss die Saison jetzt als Knappe beenden.

Sylla selbst ist bei den geplatzten Wechseln dabei der geringste Vorwurf zu machen. Der Mann aus Mali hatte sich immer vorbildlich verhalten, die Wechsel scheiterten aus anderen Gründen. Die Sport Bild hat diese nun enthüllt. Dabei rückt insbesondere der New York City FC, der Sylla im Winter kaufen wollte, in ein schlechtes Licht.

Schlechte Kommunikation und ein unglaubliches Angebot

Laut der Sport Bild sollte Sylla den Medizincheck in Manchester absolvieren, da ihm zum einen die Arbeitserlaubnis für die USA fehlte, als auch der Konzern der City Football Group dort seinen Sitz hat. Doch die Untersuchungen zogen sich über zwei Tage hin, sodass Sylla und Schalke stutzig wurden.

Aufgrund einer vorherigen Verletzung des Stürmers wurden weitere Untersuchungen gemacht. Auch diese dauerten insgesamt zwei Tage. In Summe dauerte Syllas Medizincheck also vier Tage, wobei die Kommunikation mit New York quasi nicht vorhanden war.

Einzig der Berater von Sylla wurde zunächst informiert, ehe sich der Sportdirektor New Yorks, Todd Dunivant, bei Frank Baumann meldete. Der 45-Jährige unterbreitete dem Schalker Sportvorstand dann ein Angebot, das es so wohl noch nie gegeben hatte: Statt eines Kaufs schlug der US-Klub vor, Sylla zunächst über die aktuelle Saison zu leihen – und diese Leihe im kommenden Jahr dann noch mal verlängern zu wollen.

Schlussendlich hätte Schalke Sylla also bis Dezember 2027 ausgeliehen. Und das ohne Kaufoption oder Kaufpflicht. Baumann soll nach diesem Angebot äußerst erzürnt gewesen sein, der Wechsel platzte daraufhin – und Sylla ist wieder zurück auf Schalke. Die Königsblauen überlegten sogar, gegen die City Football Group zu klagen, weil Sylla aufgrund des Dramas zwei Spiele verpasste. Allerdings ohne Aussicht auf Erfolg.

Syllas Verbleib als Aufstiegstrumpf?

Dort ist die Absprache zwischen Verein und Spieler weiterhin gleich: Legt ein Klub im Sommer die geforderten sechs Millionen Euro plus Boni auf den Tisch, darf der 26-Jährige sofort gehen. Die Königsblauen wollen dem Stürmer keine Steine in den Weg legen.

Und auch, wenn Sylla aktuell sportlich nicht mehr so wichtig ist wie noch in der letzten Saison, so könnte sein außerplanmäßiger Verbleib im Aufstiegskampf noch eine wichtige Rolle spielen. Schließlich sind die Qualitäten vom Mann aus Mali gut bekannt. So gibt er Trainer Miron Muslic eine weitere gute Option im Angriff – und davon kann man schließlich nie genug haben.


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