Der 1. FC Köln hat aus den ersten sechs Spielen immerhin sieben Punkte geholt, doch es bleibt das Gefühl, dass die Geißböcke einfach nicht richtig in Fahrt kommen. Das dürfte auch mit den vielen Verletzungen zu tun haben, die sich beim Effzeh seit Saisonbeginn einschleichen.
Nach Thijs Dallinga und Ragnar Ache, die sich beide während der Länderspielpause in einem Testspiel verletzten, fehlten bei der Niederlage in Frankfurt (0:1) auch Ellyes Skhiri und Imad Rondic. Hinzu kam, dass beim Duell mit der Eintracht auch noch Joel Schmied umknickte.
Hinterer Oberschenkel wird zur Achillesferse - Effzeh lauftechnisch im Tabellenkeller
Auffällig ist, dass es der Effzeh in dieser Saison besonders häufig mit Muskelverletzungen zu tun hat. Laut Geissblog war in vier dieser fünf Fälle der hintere Oberschenkel betroffen. In den letzten fünf Saisons gab es nur im Jahr 2023 gleich viele Verletzungen dieser Sorte.
Problematisch ist in diesem Zusammenhang, dass die Kölner in den Spielen zu wenig laufen. In allen sechs bisherigen Ligaspielen spulten die Gegner mehr Kilometer ab als die Rheinländer, im Schnitt 2,45 Kilometer. Damit steht Platz 17 in der Bundesliga-Lauftabelle und ebenfalls Platz 17 in der Tabelle der intensiven Läufe. Die Laufstärke, die den Effzeh in den vergangenen Jahren noch häufig auszeichnete, ist der Mannschaft damit komplett abhanden gekommen.
Diesen Rückstand durch mehr Training aufzuholen, ist im Laufe einer Saison kaum möglich und würde nur mit einem noch höheren Verletzungsrisiko einhergehen, das die Kölner derzeit nicht eingehen können.
Für Trainer René Wagner wird es in den kommenden Wochen also darum gehen, die Fitness seiner Mannschaft zu verbessern, ohne dabei über Grenzen zu gehen und weitere Muskelverletzungen zu riskieren, was zu einem echten Dilemma führt. Ob beide Probleme bis zur Winterpause behoben werden können, ist mehr als fraglich.
