Die Gerüchte um die Zukunft von Grischa Prömel nahmen in den letzten Wochen richtig an Fahrt auf. Nahezu sämtliche Top-Klubs der Bundesliga wurden mit dem 31-Jährigen in Verbindung gebracht, dessen Vertrag bei der TSG Hoffenheim am Saisonende ausläuft.
Den Zuschlag bekam am Ende der VfB Stuttgart. In seiner Heimatstadt soll der zentrale Mittelfeldspieler einen Vertrag bis 2029 unterschreiben und wird zu einem der Top-Verdiener aufsteigen. Jetzt haben sich erstmals auch die Stuttgarter Bosse um Fabian Wohlgemuth und Alexander Wehrle zu dem Transfer geäußert – und dabei eher mit Zurückhaltung geglänzt.
VfB-Bosse mit Zurückhaltung
"Er spielt eine sehr gute Saison, die spielt er aber jetzt in Hoffenheim und möglicherweise nächstes Jahr auch noch."Fabian Wohlgemuth (Sky Sport)
"Offensichtlich sind die Infos, die ihr habt, immer besser als unsere", sagte Wohlgemuth gegenüber Sky Sport und ergänzte: "Grischa Prömel ist einer der Faktoren, warum Hoffenheim dort steht, wo sie stehen. Er spielt eine sehr gute Saison, die spielt er aber jetzt in Hoffenheim und möglicherweise nächstes Jahr auch noch."
Klassische Vernebelungstaktik also vom 46-Jährigen oder ist der Transfer tatsächlich noch nicht in trockenen Tüchern? Vorstandsboss Alexander Wehrle äußerte sich schon etwas offener, hielt sich aber ebenfalls bedeckt.
"Da kann ich sagen, dass wir uns voll auf die Saison fokussieren. In die Kaderplanung der neuen Saison gehen wir ganz intensiv, sobald wir die jetzige Saison abgeschlossen haben", erklärte der 51-Jährige am Rande des VfB-Stiftungstags in der Stuttgarter Vesperkirche und fügte an: "Er ist in Stuttgart Bad Cannstatt geboren und in Esslingen aufgewachsen. Er hat einen großen Bezug zur Stadt und zum Klub. Aber er hat noch einen Vertrag in Hoffenheim und das gilt es zu respektieren."
Vorgriff für die neue Saison
Trotz der zurückhaltenden Worte der Stuttgarter Vereinsbosse zweifelt kaum jemand mehr am Wechsel von Prömel zum VfB. Am Mittwoch soll laut Sky Sport auch die TSG Hoffenheim von der Entscheidung des 31-Jährigen pro Stuttgart in Kenntnis gesetzt worden sein.
Beim amtierenden Pokalsieger ist Prömel als Führungsspieler eingeplant und soll einen möglichen Abgang von Angelo Stiller oder Chema Andres auffangen. Um beide ranken sich schon seit Monaten Abschiedsgerüchte. Mit dem 31-Jährigen haben sich die Schwaben hier also frühzeitig abgesichert.
