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Dieses Minimalziel gibt Gladbach-Coach Polanski für die Saison vor

In der vergangenen Saison waren die Fohlen auch aufgrund der schwachen Konkurrenz nicht in größter Abstiegsgefahr. Am Ende stand Platz zwölf, wohin geht es 2026/27?
Gladbach-Trainer Eugen Polanski
Gladbach-Trainer Eugen Polanski | Jan Fromme - firo sportphoto/GettyImages

Borussia Mönchengladbach steht vor einer richtungsweisenden Saison. Bleiben die Fohlen im unteren Tabellenmittelfeld hängen, klettern sie mal wieder etwas nach oben - oder droht gar ein weiterer Absturz Richtung Tabellenkeller? Am Rande des Trainingslagers in Rottach-Egern verriet Trainer Eugen Polanski, was er von sich und seinem Team in der kommenden Bundesligasaison erwartet. Große Sprünge sind es nicht.

"Für mich persönlich ist es das Minimalziel, dass wir Zwölfter werden, aber mit einer anderen Art und Weise als im letzten Jahr", wird Polanski von der Rheinischen Post zitiert. "Das kann für uns als Verein realistisch sein. Das schließt den Weg nach oben nicht aus. Wir wissen aber, wie schwer es ist, diesen Weg zu gehen."

Der 40-Jährige würde es allerdings "begrüßen, wenn die Mannschaft sich intern ein Ziel festlegt – ob das eine Platzierung ist, eine Anzahl von Siegen oder Vorhaben für Heimspiele, sollen sie selbst entscheiden."

Bundesligaerfahrung? Fehlanzeige.

Nach einer Saison, die Gladbach mit nur 38 Punkten auf Platz zwölf beendete, blieben im Sommer namhafte Neuverpflichtungen aus. Sportdirektor Rouven Schröder bediente sich bisher vor allem in der 2. Bundesliga. Für Isac Lidberg (Darmstadt 98), David Herold (Karlsruher SC) und Enzo Leopold (Hannover 96) ist das Oberhaus ebenso Neuland wie für die zudem nach Gladbach gekommenen Zento Uno, Jan Leszczynski, Yukhym Konoplya und Daiki Hashioka.

Es sind Transfers, die zwar Fantasie wecken, aber keine allzu zu großen Hoffnungen auf einen schnellen Aufschwung. Allerdings ist auch Tim Kleindienst nach seiner durch Verletzungen verkorksten Vorsaison voll dabei und laut Polanski der "klare Anführer".

Polanskis Aussagen zum Saisonziel wirken daher grundsätzlich realistisch, dürften bei den Gladbacher Fans ebenfalls wenig Euphorie entfachen – anders als die Entwicklung einiger Talente, deren Auftritte im Trainingslager auffallend lobte. "Es gibt zwei, drei, die nicht nur mit dabei sind, sondern über die gesamte Zeit stark auffallen", sagte Polanski: "Mathieu Nguefack und Iaia Manco Danfa können uns was geben. Sie haben eine frische Jugendlichkeit und trotzdem eine hohe Qualität, was Intensität und Spielverständnis angeht. Fritz Fleck wird immer stärker."

Leszczynski geht voran, was wird aus Neuhaus?

Sogar bremsen müsse Polanski zeitweise den erst 19 Jahre alten, hochveranlagten Innenverteidiger Leszczynski. "Er hatte eine kleine Verletzung am Sprunggelenk, eine Überdehnung, und es war klar kommuniziert, dass er nicht trainiert", erklärte Polanski: "Er geht dann trotzdem mit Schuhen an mir vorbei und sagt, dass er trainiert. Da müssen wir ihn ein bisschen schützen, aber das spricht für seinen Charakter."

Unklar ist weiter, ob die Zukunft von Florian Neuhaus in Gladbach liegt. 26 Feldspieler seien "definitiv zu viel", betonte Polanski. Daher müsse es "ehrliche Gespräche geben, in denen das eine oder andere vielleicht geklärt wird. Trotzdem ist Florian Neuhaus jetzt gerade normales Kadermitglied und er versucht, sich einzubringen, und macht seine Sache gut."


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