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Diese Stars vermisst Didi Hamann im DFB-Kader

Julian Nagelsmann hat am Donnerstag seinen Kader für die anstehenden Länderspiele Ende März bekanntgegeben. Didi Hamann hätte bei der einen oder anderen Position anders entschieden.
Didi Hamann blickt kritisch auf den neuen DFB-Kader
Didi Hamann blickt kritisch auf den neuen DFB-Kader | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Selten wurde so gespannt auf die Verkündung eines DFB-Kaders gewartet wie in dieser Woche. Nach dem kicker-Interview von Julian Nagelsmann, das lange die Schlagzeilen in den deutschen Sportmedien bestimmte, wurde am Donnerstag das Aufgebot für die beiden anstehenden Testspiele gegen die Schweiz und Ghana (27. und 30. März) veröffentlicht.

"Es geht darum, gute Spieler zu haben und alle Positionen doppelt zu besetzen", kommentiert TV-Experte Didi Hamann den Kader bei Sky Sport. "Wir hatten wahrscheinlich schon schlechtere Kader. Es sind viele hochtalentierte Spieler dabei. Wenn du Zusammenhalt schaffst, können wunderbare Dinge passieren. Das habe ich bei der WM 2002 selbst miterlebt."

Viele Nominierungen, wie beispielsweise die von Leroy Sané oder Leon Goretzka, waren nach den Aussagen des Bundestrainers bereits abzusehen. Für Überraschungen sorgten derweil einige Namen, die es nicht in den Kader geschafft haben.

Hamann sieht "keine Argumente", El Mala nicht mitzunehmen

Dazu gehört für Hamann auch Said El Mala, dessen Chancen auf ein WM-Ticket damit weiter gesunken sein dürften. "Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu diskutieren. Dass er in Köln nicht immer von Beginn an spielt, darf nicht gegen ihn verwendet werden. Er hat für Köln neun Tore gemacht und seine Entwicklung geht stetig bergauf. Ich sehe keine Argumente, ihn nicht mitzunehmen", sagt der 52-Jährige.

Said El Mala fehlt im deutschen Aufgebot für die Länderspiele im März
Said El Mala fehlt im deutschen Aufgebot für die Länderspiele im März | Pau Barrena/GettyImages

Hamann hätte sich auch Yann-Aurel Bisseck und Chris Führich im Aufgebot für die beiden anstehenden Länderspiele in Basel und Stuttgart gewünscht. "Bisseck gehört bei Inter Mailand seit Dezember wieder zu den Stammspielern. Er ist unheimlich kopfballstark und wir wissen, wie wichtig Standardsituationen sind. Sollte man in den letzten Minuten ein Tor brauchen, kann man ihn vorne reinstellen. Ich hätte ihn sehr gerne im Kader gesehen", lobt er den Innenverteidiger.

Zum VfB-Star sagt der Ex-Profi: "Ich hätte ihn mir im Kader gewünscht. Führich war in den letzten Monaten in Stuttgart einer der besten Offensivspieler. Er kommt wieder richtig ins Laufen."

Hamann hätte auf Urbig und Sané verzichtet

Auf der Torhüterposition sorgte Nagelsmann mit der erstmaligen Nominierung von Jonas Urbig für eine kleine Überraschung. Auch hier hätte Hamann anders entschieden: "(Urbig) hat seine Sache ordentlich gemacht, seit Neuer wieder verletzt ist. Für mich gibt es aber andere Torhüter, die ich ihm vorgezogen hätte", erklärt er. "Mit Atubolu hast du einen, der vielleicht einmal Nationaltorwart sein kann oder sein wird. Dahmen hält seit 18 Monaten herausragend. Von daher hat mich Urbigs Nominierung schon überrascht. Wie gut er ist, ob er eine Bayern-Nummer-eins ist, wird man möglicherweise nächstes Jahr sehen - wenn er es dann ist."

Überrascht haben Hamann auch die Nominierungen von Pascal Groß und Leroy Sané. Während er Groß nach seiner Rückkehr nach Brighton noch als "Verbindungsmann im Kader" sieht, bemängelt er Sanés mangelnden Einsatzzeiten bei Galatasaray Istanbul. "Über Sanes Fähigkeiten brauchen wir nicht zu reden, aber er hat zuletzt in Istanbul nicht mehr von Beginn an gespielt", stellt Hamann fest.

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