Sieben Bundesliga-Spieltage vor Schluss hat Eintracht Frankfurt zwar noch gute Chancen, sich erneut für das europäische Geschäft zu qualifizieren. Mehr als Platz sieben, der mit hoher Wahrscheinlichkeit immerhin für die Conference League reichen wird, scheint aber kaum noch drin zu sein. Dafür liegt eine bislang zu schwache Saison hinter der SGE, die im vergangenen Sommer als Champions-League-Teilnehmer noch deutlich höhere Ambitionen hatte.
Doch gerade die Gegentorflut in der Hinrunde, die zur Entlassung von Trainer Dino Toppmöller führte, sowie die fehlende Konstanz machten den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Unter dem neuen Coach Albert Riera steht die Eintracht hinter zwar nun deutlich stabiler, allerdings tritt die Offensive seitdem deutlich harmloser auf.
Nachdem der Spanier bereits öffentlich die Kaderqualität bemängelte, ist im Sommer ein größerer Umbruch zu erwarten. Der in der Vergangenheit oft überragende Sportvorstand Markus Krösche steht damit nicht nur vor der schwierigen Aufgabe, die Mannschaft mit neuen Stars zu verstärken, sondern auch nicht benötigte Spieler abzugeben. Dazu zählen auch Leihspieler wie Elye Wahi, Jessic Ngankam oder Niels Nkounkou, die in dieser Liste nicht erwähnt werden.
Von diesen Spielers sollte sich die Eintracht im Sommer trennen:
1. Kaua Santos

Vertrag bis: 2030
Bereits vor dem Abgang von Kevin Trapp stand fest, dass Kaua Santos die Nummer eins der Zukunft werden sollte. Allerdings warfen ihn in seiner bisherigen Zeit bei der Eintracht immer wieder Verletzungen zurück. Und wenn er zwischen den Pfosten stand, unterliefen ihm viel zu oft Patzer.
Die Eintracht benötigt in der kommenden Saison dringend mehr defensive Stabilität, um wieder ganz oben in der Tabelle mitzumischen. Deshalb sollte sie sich nach einem neuen zuverlässigeren Rückhalt umsehen. Da Santos trotz seines enttäuschenden Kapitels bei der SGE noch Entwicklungspotenzial besitzt, sind lukrative Angebote nach wie vor möglich. Sofern diese eintreffen, sollten sich die Wege besser früher als später trennen.
2. Nathaniel Brown

Vertrag bis: 2030
Nathaniel Brown gilt als bester Eintracht-Spieler der laufenden Saison, was ihn naturgemäß zu einem heißen Kandidaten für einen teuren Sommer-Verkauf macht. Da die Frankfurter auf Einnahmen durch Spielerverkäufe angewiesen sind, wäre ein Abgang zwar aus sportlicher Sicht nur schwer zu kompensieren, aber dennoch wichtig für den Verein.
Dem Vernehmen nach haben schon zahlreiche internationale Topklubs wie Real Madrid, der FC Barcelona und Teams aus England Interesse signalisiert, sodass Brown die Eintracht-Kassen im Sommer klingeln lassen dürfte.
3. Elias Baum

Vertrag bis: 2028
Seine Leihe bei der SV Elversberg in der vergangenen Saison war ein voller Erfolg, doch trotz hoher Erwartungen konnte Elias Baum bei der Eintracht nicht den nächsten großen Schritt machen. Seit seiner Rückkehr im Sommer sammelte er nur vier mickrige Kurzeinsätze, drei davon erst kürzlich unter Riera, was nicht nur an zwischenzeitlichen Verletzungsproblemen lag. Auch als Stammkraft Rasmus Kristensen verletzt fehlte, bekam Baum nicht das Vertrauen.
Um die Entwicklung des 20-jährigen Talents nicht weiter zu gefährden, sollten sich die Wege im Sommer trennen. Mindestens eine erneute Leihe, eventuell sogar ein Verkauf, sollte infrage kommen.
4. Ellyes Skhiri

Vertrag bis: 2027
Die Sechserposition gilt seit längerer Zeit als große Baustelle. Mit Ellyes Skhiri steht zwar ein Abräumer im Kader, doch dieser spielt eine sehr enttäuschende Saison und stand deswegen erst in zwölf von 27 möglichen Bundesliga-Spielen in der Startelf.
Nach knapp drei Jahren bei der SGE bleibt festzuhalten, dass der laufstarke Tunesier einfach nicht über das Niveau verfügt, das bei der Eintracht inzwischen notwendig ist, um sich durchzusetzen. Eine Trennung im Sommer wäre daher die beste Lösung für alle Beteiligten.
5. Mahmoud Dahoud

Vertrag bis: 2026
Laut Medienberichten steht bereits fest, dass der auslaufende Vertrag von Mahmoud Dahoud nicht verlängert wird. Eine logische Entscheidung, denn obwohl der Mittelfeldspieler bei der Eintracht immer wieder überraschen konnte, war sein sportlicher Mehrwert seit seiner Ankunft vor knapp zwei Jahren insgesamt begrenzt. In der kommenden Saison wären seine Einsatzzahlen höchstwahrscheinlich noch weiter gesunken.
6. Michy Batshuayi

Vertrag bis: 2027
Als erfahrener Backup-Stürmer machte Michy Batshuayi seine Sache zunächst ordentlich. In dieser Saison agierte der Belgier jedoch zu oft glücklos, ehe er sich im Dezember schwer am Fuß verletzte.
Benötigt wird der 32-Jährige zur neuen Saison nicht mehr. Da sich die Eintracht im Winter mit Younes Ebnoutalib und Arnaud Kalimuendo im Sturm doppelt verstärkt hat, dürften die Verantwortlichen bereit sein, Batshuayi im Sommer für wenig Geld abzugeben.
