Wäre es nach Borussia Mönchengladbach gegangen, dann hätte die Zusammenarbeit mit Joe Scally in diesem Transfersommer und somit nach fünfeinhalb gemeinsamen Jahren ein Ende gefunden. Eugen Polanski plant den 23-jährigen US-Amerikaner soweit kaum mehr ein und Rouven Schröder hätte gerne das Gehalt eingespart und noch eine nette Ablösesumme mitgenommen.
Nun ist soweit klar: Scally geht bei der Fohlenelf in sein letztes Vertragsjahr, wird den Klub also zum Saisonende ablösefrei verlassen. Trotzdem scheint sich keine Situation anzubahnen, in der entweder Klub oder Spieler nun nichts mehr mit dem jeweils anderen zu tun haben möchte. Viel eher geht es darum, die Ausgangslage professionell anzunehmen.
Mit seiner aktuellen Rolle, in der Scally hinten ansteht und auf Kurzeinsätze hoffen muss, gehe er jedenfalls "sehr vernünftig" um, lobte ihn Polanski dahingehend bereits (via Rheinische Post).
Kurzfristig kann Scally helfen – früher oder später muss Polanski aber eine Wahl treffen
Zumindest kurzfristig ist der Verbleib des Rechtsverteidigers bereits ein Vorteil für die Borussia – bedingt durch die Ausfälle von Yukhum Konoplia und Daiki Hashioka. So wird Scally zwar nicht unbedingt in die Startelf rücken, in der auch Kevin Diks auf die rechte Seite ausweichen kann. Trotzdem wäre der Wechselkandidat dann die erste Alternative, solange seine neuen Teamkollegen ausfallen, die ihn eigentlich frühzeitig verdrängen sollten.
Mittel- und langfristig hat der ausgebliebene Wechsel natürlich andere Folgen. Über kurz oder lang wird Polanski mindestens zwei, eher drei Optionen für die rechte Abwehrseite haben. Scally wäre dann zunächst die naheliegendste Wahl, wenn es einer nicht in den Kader schafft. Gleichzeitig könnte aber zum Winter noch ein finaler Versuch gestartet werden, um einen Abgang zu erreichen und so zumindest noch eine Mini-Ablösesumme mitzunehmen. Spielt der Außenverteidiger bis dahin aber nicht, wird das natürlich umso komplizierter. Es ist eine Ausgangslage, die sich in dieser Form weder Klub noch Spieler gewünscht haben.
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