Diese harten Folgen hätte ein Abstieg des SV Werder Bremen
Von Jan Kupitz

Werder Bremen ist nach 13 Spielen ohne Sieg auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Der dritte Abstieg der Vereinshistorie ist längst kein theoretisches Szenario mehr, sondern eine reale Gefahr. Werder-Boss Klaus Filbry verrät nun, welche Folge der Gang ins Unterhaus hätte.
Logisch: Den Spielern würde es ans Geld gehen, denn "die Spielerverträge sind variabilisiert und reduzieren sich [bei einem Abstieg] um 55 Prozent", wie Filbry im kicker verriet. Damit einher geht, dass der Spieler-Etat von rund 40 Millionen Euro auf knapp 18 Millionen Euro sinken würde.
Am krassesten wäre der Einbruch der Einnahmen. Denn in der 2. Bundesliga würden diese um 40 (!) Millionen Euro sinken, allein das TV-Geld ginge um 20 bis 25 Millionen Euro zurück. All das, was der SVW sich nach dem letzten Abstieg 2021 mühsam aufgebaut hatte, würde somit wieder eingerissen werden.
Es versteht sich von selbst, dass Werder im Abstiegsfall auch sein Tafelsilber veräußern müsste. Karim Coulibaly wäre definitiv nicht zu halten und womöglich müsste auch ein Mio Backhaus verkauft werden, um Geld in die Kassen zu spülen. Das Problem: Ihr Marktwert würde bei einem Abstieg sinken, die Ablöse wäre längst nicht so hoch, wie wenn Werder souverän die Klasse halten würde.
Als Werder 2021 abgestiegen war, wurden anschließend große Namen wie Milot Rashica (11 Mio. Euro), Josh Sargent (9,5 Mio. Euro), Ludwig Augustinsson (5,5 Mio. Euro) und Maxi Eggestein (5 Mio. Euro) verkauft. Damals erzielten die Grünweißen einen Transferüberschuss von rund 30 Millionen Euro. Werder-Fans müssten sich also warm anziehen, wenn ihr Team in den letzten Wochen der Saison nicht noch die Kurve kriegt.
Ex-Werder-Star Tim Wiese zeichnete in der Sport Bild ein düsteres Bild: "Von einem Abstieg würde sich der Verein wohl nicht so schnell erholen wie 2021, als Bremen ein Jahr später der direkte Wiederaufstieg gelang. Werder würde dieses Mal das Schicksal des HSV drohen - wenn nicht sogar schlimmer. Hamburg brauchte sieben Jahre, um nach dem Abstieg 2018 in die Bundesliga zurückzukehren."
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