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Die ultimative Ironie beim möglichen PSG-Wechsel von Ferran Torres

Der Stürmer steht kurz vor einem Wechsel, nachdem Barcelona ihm keine Vertragsverlängerung angeboten hat.
Ferran Torres will Barcelona verlassen
Ferran Torres will Barcelona verlassen | NurPhoto/GettyImages

Die jüngste Wendung in Ferran Torres’ turbulentem Sommer besteht Berichten zufolge darin, dass der Stürmer des FC Barcelona eine Einigung mit Paris Saint-Germain erzielt hat.

Torres, dessen Vertrag bei den Katalanen zum Ende der nächsten Saison ausläuft, hat seinen Marktwert nach dem WM-Siegtreffer für Spanien am 19. Juli astronomisch in die Höhe getrieben. Seitdem befindet sich der 26-Jährige auf einer Medientour und gibt kryptische Aussagen zu seiner Zukunft ab, während die Gerüchte um einen Wechsel zu PSG immer lauter wurden.

Vor weniger als einer Woche erklärte Ferran noch kühn: "Barcelona muss zeigen, dass sie mich wollen." Wie sich herausstellte, war es PSG, das dies unter Beweis stellte.

Sky berichtet, dass der amtierende französische und europäische Champion eine Einigung mit Ferran Torres erzielt hat. Direkte Gespräche zwischen PSG und Barcelona haben nun begonnen.

MARCA fügt hinzu, dass Torres den Parisern die nächsten vier Spielzeiten zugesagt hat; diese werden rund 50 Millionen Euro für seine Dienste zahlen. Der bevorstehende Transfer kommt zustande, nachdem der FC Barcelona gezögert hatte, dem Stürmer eine Vertragsverlängerung anzubieten.

FC Barcelona in der Krise

Hansi Flick mag in der nächsten Saison zwar acht neue Weltmeister zur Verfügung haben, doch nun könnte ihm ein einziger echter Mittelstürmer für die erste Mannschaft fehlen. Torres war der einzige Mittelstürmer in den Reihen des Deutschen, nachdem Robert Lewandowski diesen Sommer zum MLS-Klub Chicago Fire gewechselt war.

Sollte Torres seinen Wechsel zu PSG vollziehen, bliebe in Barcelona eine klaffende Lücke im Angriff. Bei allem Talent von Raphinha und Lamine Yamal braucht das Team einen torgefährlichen Stürmer an der Spitze, um den La-Liga-Titel erfolgreich zu verteidigen, geschweige denn endlich die Champions League zu gewinnen.

Die Neuzugänge Anthony Gordon und Karim Adeyemi sind zwar beide in der Lage, diese Position zu besetzen, doch ihre Stärken kommen auf den Außenbahnen besser zur Geltung. Es ist unrealistisch zu glauben, dass einer der beiden Spieler die Leistung von Lewandowski wiederholen könnte; der Pole erzielte in 193 Einsätzen für die Katalanen 120 Tore.

Barcelona hofft weiterhin, Julian Alvarez von Atlético Madrid loszueisen, doch beim Argentinier, den Diego Simeone nicht verlieren will, wurden bislang kaum Fortschritte erzielt.

Hoffenheims Stürmer Fisnik Asllani, der bereits in der Vergangenheit im Visier des FC Barcelona stand, ist erneut zu haben, nachdem ein Wechsel zu RB Leipzig in letzter Minute geplatzt ist.

Trifft Ferran Torres die richtige Entscheidung?

Ein Großteil von Torres' Motivation für einen Wechsel aus Katalonien ist der Wunsch nach regelmäßigeren Einsätzen. Der Stürmer spielte jahrelang die zweite Geige hinter Lewandowski, bevor er sich in der vergangenen Saison endlich einen Platz in Flicks Startelf erkämpfte.

Doch Torres zeigte schwankende Leistungen: In einem Spiel erzielte er einen Hattrick, um dann über lange Zeiträume ohne nennenswerten Einfluss zu bleiben, was Flick dazu veranlasste, seine beiden Stürmer erneut zu rotieren. Am Ende beendete Ferran die Saison 2025/26 mit 21 Toren in 49 Spielen, bevor er bei der Weltmeisterschaft 2026 ein Tor erzielte – das wichtigste des gesamten Turniers.

Angesichts der absoluten Dominanz von PSG in den letzten beiden Spielzeiten ist es schwer, das Angebot des Vereins zu ignorieren, doch ironischerweise hat Ferran unter Luis Enrique weniger Chancen auf einen Stammplatz als 2026/27 beim FC Barcelona.

Der Stammplatz in Barcelona gehört endlich ihm – eine Leistung, auf die er in den letzten fünf Spielzeiten hingearbeitet hat –, doch nun beschließt er, das Camp Nou gegen den Parc des Princes einzutauschen, wo Ousmane Dembélé zwischen Désiré Doué und Khvicha Kvaratskhelia die Sturmreihe von PSG anführt.

Enrique rotiert seine Spieler zwar stark, insbesondere gegen Ende der Saison, wenn die Champions League an Fahrt gewinnt, sodass Ferran in den Ligue-1-Spielen sicherlich zum Einsatz kommen würde. Doch es ist schwer vorstellbar, dass der Spanier bei PSG die Spielzeit und die Aufmerksamkeit erhält, die er sich wünscht, was den Wechsel zu einer schwer nachvollziehbaren Entscheidung macht.


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