Skip to main content

Die Qual der Wahl: Stuttgarts Traumelf in der kommenden Saison

So sieht im Idealfall die Startelf des VfB 2026/27 aus.
Der VfB Stuttgart hat sich im Sommer unter anderem mit Grischa Prömel (r.) verstärkt.
Der VfB Stuttgart hat sich im Sommer unter anderem mit Grischa Prömel (r.) verstärkt. | picture alliance/GettyImages

Der VfB Stuttgart hat bis dato noch keine prominenten Abgänge zu verzeichnen, sondern seinen Kader mit den Verpflichtungen von Dzenan Pejcinovic (25 Millionen Euro), Leo Sauer (15 Millionen Euro) und Grischa Prömel (ablösefrei) weiter aufgerüstet. Umso schwerer sollte es Sebastian Hoeneß Spieltag für Spieltag fallen, an einer Startelf zu basteln. Egal ob Dreier- oder Viererkette: Der VfB-Coach hat die Qual der Wahl.

Zuletzt machten Gerüchte um Ermedin Demirovic und Bilal El Khannouss in Verbindung mit Galatasaray die Runde. Jedoch sieht es aktuell nicht danach aus, dass sich da ernsthaft etwas tun könnte - die zwei scheinen fester Bestandteil der schwäbischen Planungen zu sein. Wir schauen uns an, wie die Traumelf des roten Brustrings 2026/27 aussieht.

Defensive

Im Tor hat sich Stuttgart früh auf Talent Dennis Seimen als Nachfolger von Alexander Nübel als neue Nummer eins festgelegt. Der 20-Jährige verhalf dem SC Paderborn mit einer starken Zweitliga-Saison zum Aufstieg in die Bundesliga. Aktuell fehlt das Juwel noch mit einer Oberschenkelverletzung, bis zur Länderspielpause wird er durch den verlässlichen Fabian Bredlow ersetzt.

Wenn der VfB auf dem Papier mit einer Dreierkette agiert, ist Jeff Chabot als zentraler Verteidiger dieser gesetzt. Den rechten Part übernimmt Finn Jeltsch, der gegenüber seinem Konkurrenten Luca Jaquez derzeit die Nase vorn hat. Der 20-Jährige soll in der kommenden Spielzeit den nächsten Step gehen und könnte ein interessanter Kandidat für Bundestrainer Jürgen Klopp sein.

Finn Jeltsch
Finn Jeltsch darf vom DFB-Team träumen | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Auf der linken Seite der Dreierkette hat sich Ramon Hendriks das Vertrauen des Trainers durch eine bockstarke Vorsaison erarbeitet. Sollten die Schwaben in der Grundordnung mit einer Viererkette starten, besitzt der Niederländer den Vorteil, dass er auch als Linksverteidiger-Backup von Maximilian Mittelstädt spielen kann.

Dan-Axel Zagadou hat in der Vorbereitung zwar auf sich aufmerksam machen können und trug teilweise sogar die Kapitänsbinde, allerdings wirft ihn aktuell wieder einmal eine Verletzung (Oberschenkel) zurück. Sollte der Ivorer jedoch endlich über ein längeren Zeitraum fit bleiben, könnte er in einen heißen Konkurrenzkampf mit Jeff Chabot treten.

Mittelfeld

Im zentralen Mittelfeld führt kein Weg an Angelo Stiller vorbei. Der deutsche Nationalspieler wird auch 2026/27 wieder Dreh- und Angelpunkt des Stuttgarter Spiels sein. Daneben sieht es etwas spannender aus: Grischa Prömel, Chema und Atakan Karazor streiten sich um einen Platz in der ersten Elf. Es zeichnet sich jedoch ab, dass zu Saisonbeginn Neuzugang Prömel zunächst gesetzt ist - Hoeneß ist ein großer Fan des gebürtigen Cannstatters. Dahinter scheint Chema im internen Ranking zu folgen, während Karazor aktuell offenbar das Nachsehen hat.

Grischa Prömel
Grischa Prömel hat gute Stammplatz-Karten | Christina Pahnke - sampics/GettyImages

Auf den Schienenpositionen gestaltet es sich dann wieder einfacher: Links spielt Mittelstädt, rechts darf Jamie Leweling ran. Solange Leweling aber noch nicht bei 100 Prozent ist, besitzt der VfB in Nikolas Nartey einen würdigen Vertreter, der sowohl den Wing Back als auch klassichen Rechtsverteidiger in einer Viererkette geben kann.

Josha Vagnoman hat sich in den Testspielen mehr auf der linken Seite aufgehalten, anstatt auf seiner gewohnten rechten Seite. Jedoch fiel der 25-Jährige dabei nicht besonders auf und ist weit weg von einem Stammplatz. Wählt Hoeneß einen besonders offensiven Ansatz, kann auch Chris Führich auf der linken Schiene eingesetzt werden.

Offensive

Apropos Führich: Der Tempodribbler ist auf der linken Halbposition eine Bank. Führich befand sich in der vergangenen Rückrunde vielleicht in der Form seines Lebens und möchte daran auch 2026/27 wieder anknüpfen, um ein Bewerbungsschreiben in Richtung DFB abzuliefern. Leo Sauer ist aktuell noch nicht fit, soll aber nach und nach eine Option darstellen.

Chris Führich
Chris Führich will an seine starke Rückrunde anknüpfen | Christian Kaspar-Bartke/GettyImages

Im rechten Zehnerraum geht eigentlich kein Weg an Bilal El Khannouss vorbei. Zwar war der Marokkaner in der Rückrunde nicht mehr felsenfest gesetzt, allerdings besitzt er zu viel Qualität, um keinen Platz in der ersten Elf zu erhalten. Kriegt El Khannouss sein Spiel noch konstanter auf den Rasen, wird er nach Nick Woltemade der nächste exorbitant hohe Millionentransfer des VfB werden. Mit Tiago Tomas, Badredine Bouanani und Lazar Jovanovic kann Hoeneß noch mit verschiedenen Profilen von der Bank reagieren.

Im Sturm ist natürlich Deniz Undav gesetzt. Sollte Stuttgarts Starspieler allerdings eine Position weiter hinten, beispielsweise anstelle von El Khannouss, agieren, stellt sich die Frage, wer zwischen Dzenan Pejcinovic und Ermedin Demirovic den Vorzug in der Spitze erhält. Pejcinovic wurde von Hoeneß jüngst als potenzieller künftiger DFB-Spieler betitelt, während Demirovic in der Vergangenheit schon häufig unter Beweis gestellt hat, dass er weiß, wo das Tor steht. Zudem harmoniert der Bosnier hervorragend im Duo mit Undav.

Die VfB-Topelf für die Saison 2026/27

Seimen - Jeltsch, Chabot, Hendriks - Leweling, Prömel, Stiller, Mittelstädt - El Khannouss, Führich - Undav


Füg uns bei Google als bevorzugte Quelle hinzu