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Mit Ex-Weltmeister: Die 10 schlechtesten VfB-Spieler seit 2006

Die dunklen Zeiten beim VfB gehören der Vergangenheit an. In den letzten 20 Jahren haben aber manche Profis für die Schwaben gespielt, bei denen man teilweise nur mit dem Kopf schütteln konnte.
VonTim Pflieger
Florian Müller war ein VfB-Flop.
Florian Müller war ein VfB-Flop. | Boris Streubel/GettyImages

Seit der Meisterschaft des VfB Stuttgart in der Saison 2006/07 erfolgten in den Spielzeiten 2015/16 und 2018/19 zwei Abstiege in die 2. Bundesliga. Immerhin haben es die Schwaben jeweils direkt geschafft, den Wiederaufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen.

Nach einigen Jahren der Abstiegssorgen – 2023 duellierte sich Stuttgart in der Relegation noch erfolgreich mit dem Hamburger SV – reitet man im Ländle mittlerweile wieder auf einer Erfolgswelle. Man spielt in dieser Saison zum dritten Mal in Folge europäisch und ist zum zweiten in den letzten drei Jahren in der Champions League vertreten.

Beim VfB war in den letzten 20 Jahren also so einiges los. Neben grandiosen Spielern wie Mario Gomez, Cacau, Wataru Endo oder Deniz Undav standen auch viele fragwürdige Akteure bei den Schwaben unter Vertrag. Hier die zehn fatalsten VfB-Spieler seit 2006, die sogar auf ordentliche Spielzeit kamen.

Wichtig: Unser Urteil bezieht sich natürlich nur auf die Leistungen der Spieler, während sie in Stuttgart waren, nicht auf ihren Wert als Spieler oder als Mensch generell.

10. Raphael Schäfer (2007-2008)

Raphael Schäfer kam 2007 nach Stuttgart.
Raphael Schäfer kam 2007 nach Stuttgart. | ullstein bild/GettyImages

Nach der schwäbischen Meistersaison 06/07 wurde Raphael Schäfer als Nachfolger im VfB-Tor von Timo Hildebrand vorgestellt. Schäfer hatte Stuttgart das Leben bei zwei Siegen des 1. FC Nürnberg in ihrer Titelsaison schwer gemacht und galt als einer der besten Keeper der Bundesliga.

Doch im Ländle konnte Schäfer seine Form so gar nicht bestätigen. Der Torhüter patzte immer wieder und hatte große Probleme, Bälle aus der Distanz sauber zur Seite abzuwehren. Nach nur 32 Pflichtspielen für den VfB ging es für Schäfer nach einem Jahr schon wieder zurück nach Nürnberg.

9. Mauro Camoranesi (2010-2011)

Mauro Camoranesi funktionierte beim VfB überhaupt nicht.
Mauro Camoranesi funktionierte beim VfB überhaupt nicht. | Alex Grimm/GettyImages

Mit hohen Erwartungen war Mauro Camoranesi im Spätherbst seiner Karriere im Jahr 2010 von Juventus Turin nach Stuttgart gewechselt. Doch der italienische Weltmeister von 2006 konnte die Erwartungen so gar nicht erfüllen und verließ den VfB ein halbes Jahr später schon wieder.

Der damals 33-Jährige wirkte extrem unfit und konnte mit der Geschwindigkeit der Bundesliga nicht mithalten. Nach 14 Pflichtspielen (drei Assists) war für den rechten Mittelfeldspieler zurecht Schluss.

8. Mohammed Abdellaoue (2013-2015)

Mohammed Abdellaoue hatte Verletzungspech.
Mohammed Abdellaoue hatte Verletzungspech. | Alex Grimm/GettyImages

Mohammed Abdellaoue auf der Liste stehen zu haben, könnte etwas unfair wirken, denn: Der norwegische Stürmer war nach seinem Transfer von Hannover 96 für eineinhalb Jahre fast dauerverletzt.

Doch auch der halbwegs gesunde Abdellaoue blieb beim VfB wirkungslos und erzielte in 18 Pflichtspiel lediglich einen Treffer gegen den 1. FSV Mainz 05. Der Angreifer war im Schwabenland nicht die erhoffte Offensiv-Verstärkung und wechselte 2015 zurück in sein Heimatland.

7. Adam Hlousek (2014-2016)

Adam Hlousek zeigte beim VfB nur selten überzeugende Leistungen.
Adam Hlousek zeigte beim VfB nur selten überzeugende Leistungen. | Matthias Hangst/GettyImages

Obwohl der VfB in den letzten Jahrzehnten eher rechts hinten ein Problem hatte, gab es auch auf der Linksverteidiger-Position Flops. Einer davon war Adam Hlousek.

Viele Unkonzentriertheiten und vor allem sein teils schwaches Stellungsspiel brachten den Tschechen immer wieder in die Kritik. Durch seine stark schwankenden Leistungen hat sich der Verteidiger den scherzhaften Spitznamen "Lord Hlousek" erarbeitet. Auch das Experiment, Hlousek in der Innenverteidigung auszutesten, scheiterte damals.

6. Toni Sunjic (2015-2017)

Toni Sunjic hatte so seine Probleme beim VfB.
Toni Sunjic hatte so seine Probleme beim VfB. | TF-Images/GettyImages

Toni Sunjic war ein Hühne in der Innenverteidigung und in der Luft auch ziemlich gut. Doch vor allem sein fehlendes Tempo machte es den Gegnern häufig leicht, durch das schwäbische Abwehrzentrum durchzubrechen.

Zwar hatte Sunjic auch seine guten Partien dabei, jedoch wird er den meisten VfB-Fans wohl eher als unterdurchschnittlicher Innenverteidiger in Erinnerung bleiben.

5. Alexander Esswein (2019)

Alexander Esswein war nicht torgefährlich genug.
Alexander Esswein war nicht torgefährlich genug. | TF-Images/GettyImages

Alexander Esswein war nur ein halbes Jahr in Stuttgart. Nach dem Abstieg im Mai 2019 lief seine Leihe von Hertha BSC aus. Und der VfB hatte auch keinen Grund, an einer festen Verpflichtung zu arbeiten.

Auf der rechten Seite kam Esswein zwar mit seinem Tempo ab und zu an seinen Gegenspielern vorbei, aber es scheiterte am Endprodukt. Die Entscheidungsfindung im letzten Drittel war schlecht und seine Abschlüsse, selbst aus vielversprechender Position, harmlos. In 17 Spielen im roten Brustring blieb der Flügelflitzer scorerlos.

4. Philipp Förster (2019-2022)

Philipp Förster war beim VfB zwischenzeitlich gesetzt.
Philipp Förster war beim VfB zwischenzeitlich gesetzt. | DeFodi Images/GettyImages

Unter den genannten Spielern gehört Philipp Förstern noch zu den besseren. Der offensive Mittelfeldspieler hatte seine Momente und guten Phasen beim VfB, aber auch große Schwankungen.

Vor allem Pellegrino Matarazzo war ein großer Fan von Förster und gab ihm häufig den Vorzug gegenüber seinen Konkurrenten - beispielsweise Philipp Klement oder Daniel Didavi. Allerdings spielte der Offensivmann nicht konstant wie ein unangefochtener Stammspieler, er verschleppte oft das Tempo und hatte zu wenig Zug zum Tor. Mittlerweile spielt Förster bei Fortuna Düsseldorf in der 3. Liga.

3. Florian Müller (2021-2023)

Florian Müller war zu inkonstant.
Florian Müller war zu inkonstant. | Lars Baron/GettyImages

Zwar nicht so schlimm wie Tyton, aber auch Florian Müller war ein Unsicherheitsfaktor im VfB-Tor. Der gebürtige Saarländer wirkte häufig nervös, weshalb ihm einige Leichtsinnsfehler unterliefen.

Spätestens sein Nachfolger Alexander Nübel ließ Müller bei den Schwaben aber wieder in Vergessenheit geraten. In Bad Cannstatt hat man mit dem Müller-Transfer jedoch fünf Millionen Euro in den Sand gesetzt.

2. Luca Pfeiffer (2022-2025)

Luca Pfeiffer fehlte die Bundesliga-Qualität.
Luca Pfeiffer fehlte die Bundesliga-Qualität. | DeFodi Images/GettyImages

Luca Pfeiffer spielte effektiv nur ein Jahr beim VfB, 2023 bis 2025 war der Angreifer an Ex-Klub Darmstadt 98 und den Rivalen Karlsruher SC verliehen.

In seinem VfB-Jahr blieb Pfeiffer in der Bundesliga ohne Treffer. Meist kam der Stürmer nur als Joker, bleib aber quasi immer ohne Effekt. Das fehlende Tempo und mangelnde Selbstvertrauen nach ersterer Torlosigkeit machten Pfeiffer im deutschen Oberhaus zu schaffen. Wahrscheinlich war der Schritt zum VfB zurückblickend doch eine Nummer zu groß.

1. Przemyslaw Tyton (2015-2016)

Przemylsaw Tyton war katastrophal.
Przemylsaw Tyton war katastrophal. | ullstein bild/GettyImages

Przemyslaw Tyton ist einer der schlechtesten VfB-Torhüter aller Zeiten und auch der Spitzenreiter der letzten 20 Jahre. Der Pole stand für Slapstick pur. Ob verschuldete Elfmeter, Platzverweise oder Böcke auf der Linie: Tyton nahm in seiner Saison bei den Schwaben alles mit.

Mit Tyton zwischen den Pfosten stieg der VfB letztlich in die Zweitklassigkeit ab. Nach nur einem Jahr wurde das Missverständnis beendet und Stuttgart holte sich Mitch Langerak als Nachfolger zwischen die Pfosten.


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