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Brisanter Verdacht: Hamann mit peinlicher Kritik am FC Bayern

Didi Hamann setzt mal wieder zur Kritik an – verfehlt den Kernpunkt aber deutlich.
VonJan Kupitz
Didi Hamann meckert mal wieder
Didi Hamann meckert mal wieder | Sebastian El-Saqqa - firo sportphoto/GettyImages

Kaum ist der FC Bayern ein bisschen am Straucheln, kommt der Chefkritiker wieder hervor. Didi Hamann findet nach dem enttäuschenden 3:3 gegen Viking Stavanger klare Worte und bemängelt vor allem, wie die Münchner auf die Gelb-Rote Karte von Michael Olise reagiert haben.

"Bei Olises Platzverweis war ein Stück Frustration dabei, weil er Woche für Woche von den Gegnern bearbeitet wird", zeigte Hamann in seiner Sky-Kolumne ein gewisses Verständnis dafür, dass dem Bayern-Star die Sicherungen durchgebrannt sind.

Weniger Verständnis hatte der TV-Experte hingegen für Vincent Kompany und "einige Mitspieler" übrig, "die sehr hart mit ihm ins Gericht gegangen sind", wie Hamann befand. "Dass Aktionen wie die von Olise nicht gehen, ist klar. Nur wenn sich einer so etwas ‘erlauben‘ kann, dann er, der die Mannschaft in den letzten beiden Spielzeiten mit seinen Leistungen getragen hat."

Bei Hamann "schrillen die Alarmglocken"

"Wenn ich höre, dass Spieler rausgehen und sagen, das war disziplinlos, schrillen bei mir die Alarmglocken. Ich hatte das Gefühl, dass einige nur darauf gewartet haben, dass sie mal verbal etwas gegen ihn sagen können, weil er ansonsten keine Angriffsflächen bietet", so die brisante Vermutung des Ex-Profis.

Anstatt Olise für den Platzverweis zu kritisieren, hätten sich die Bayern-Stars an die eigene Nase packen sollen, befand Hamann: "Was sagt es über die Mannschaft aus, dass sie nicht in der Lage ist, ohne Olise eine 3:2-Führung gegen ein Team wie Stavanger über die Zeit zu bringen? Dass die Bayern ohne Olise mehr oder weniger aufgeschmissen sind, bereitet mir die größte Sorge."

Nun ist es natürlich keine bahnbrechende Erkenntnis, dass die größten Mannschaften in gewisser Weise von ihren größten Stars abhängig sind. Manchester City verlässt sich auf Erling Haaland, Barça auf Lamine Yamal oder Real Madrid auf Kylian Mbappé. "Aber ich habe das Gefühl, dass momentan die Abhängigkeit der Bayern von Olise größer ist als bei anderen Topteams von ihren Stars", monierte Hamann.

Sorry, Didi: Bayerns Probleme haben nichts mit einer Abhängigkeit von Olise zu tun

"Wenn Olise es nicht schafft, solch ein Bollwerk zu knacken, schafft es keiner", fügte er hinzu. Dabei scheint der gute Didi aber zu vergessen, dass die Bayern gegen Stavanger gleich drei Tore erzielen konnten und das Problem vielmehr in der Defensive zu verorten war. Auch gegen Augsburg trafen die Münchner doppelt – übrigens ohne direkte Torbeteiligung von Olise.

So ganz stichhaltig ist die Argumentation des TV-Experten also nicht. Denn die aktuelle Formdelle hat sicherlich am wenigsten damit zu tun, dass der FC Bayern zu abhängig von Olise ist. Vielmehr sind individuelle Fehler und fehlender Zugriff im Mittelfeld deutlich besorgniserregender als eine Olise-Abhängigkeit.


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