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DFB-Stimmen nach wildem 4:3-Sieg: "Wir müssen uns vor keinem verstecken"

Nach dem spektakulären 4:3-Sieg gegen die Schweiz war bei Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinen Spielern Optimismus angesagt.
Florian Wirtz war gegen die Schweiz der überragende Mann
Florian Wirtz war gegen die Schweiz der überragende Mann | FABRICE COFFRINI/GettyImages

Es war ein Spekatkel, das die DFB-Elf beim vorletzten Testspiel vor der Weltmeisterschaft gegen die Schweiz bot. 4:3 besiegten die Männer von Julian Nagelsmann die Schweiz. Es war ein Spiel, in dem die Deutschen zeigten, dass vor allem offensiv schon vieles wie am Schnürchen läuft.

Zwar sorgten brutal effiziente Eidgenossen für einige Schönheitsflecken auf der eigentlich sonst guten Leistung, dennoch überwog nach dem Spiel der Optimusmus bezüglich eines tiefen Laufs bei der WM.

Wirtz euphorisch

"Wir müssen uns vor keinem verstecken."
Florian Wirtz (RTL)

"Wir müssen uns vor keinem verstecken", sagte Florian Wirtz bei RTL, der mit vier Torbeteiligungen der Matchwinner war. Die Defensivprobleme erkannte jedoch auch er an: "Da müssen wir auf jeden Fall dran arbeiten, weil alle drei Tore heute wahrscheinlich vermeidbar waren. Am Ende geht es aber darum, dass wir die Spiele gewinnen. Wenn wir immer ein Tor mehr schießen als der Gegner, ist das in Ordnung."

"Verteidigt haben wir nicht ganz so gut. Im hohen Pressing ja, tief war es beim ersten Tor zu passiv, beim zweiten auch ähnlich wie gegen Spanien bei der EM."
Julian Nagelsmann (RTL)

Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann legte hier nach der Partie den Finger in die Wunde: "Verteidigt haben wir nicht ganz so gut. Im hohen Pressing ja, tief war es beim ersten Tor zu passiv, beim zweiten auch ähnlich wie gegen Spanien bei der EM." Insgesamt habe man "dennoch verdient gewonnen", ergänzte der 38-Jährige.

Für Diskussionen sorgte unter anderem, dass er Deniz Undav, der aktuell in der Form seines Lebens ist, 90 Minunten auf der Bank ließ. Nagelsmann sagte dazu: "Nick hat bei uns eine super Quote und bei Newcastle keinen guten Stand. Jetzt habe ich die Wahl: Einem Stürmer, der gut drauf ist, noch mehr Selbstvertrauen zu geben oder einem Top-Stürmer, der gerade nicht so gut drauf ist, reinzulassen." Es sei "ratsam, dass Nick Woltemade bei uns wieder in die Spur kommt, denn bei Newcastle läuft es nicht rund", erklärte er.

Offensiv hui, defensiv pfui?

"Offensiv konnten wir schon einiges zeigen, hatten sehr viele interessante Ballgewinne. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann auch sehr gut kontrolliert."
Joshua Kimmich (RTL)

Jonathan Tah, der das zwischenzeitliche 1:1 erzielte, war vor allem mit der Art und Weise des Sieges zufrieden. "Ich glaube, es hat vor allem die Stärken gezeigt, die Art und Weise, wie wir Fußball spielen wollen – mit welcher Mentalität und Intensität wir spielen wollen. Das haben wir das ganze Spiel über gezeigt – sich nach Rückschlägen nicht unterkriegen zu lassen", freute sich der Münchner.

Kapitän Joshua Kimmich war insgesamt ebenfalls zufrieden mit dem Auftritt. "Ich fand den Auftritt insgesamt nicht verkehrt", erklärte er. Vor allem offensiv gefiel es Kimmich schon sehr gut: "Offensiv konnten wir schon einiges zeigen, hatten sehr viele interessante Ballgewinne. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann auch sehr gut kontrolliert."

Jetzt wird spannend zu sehen sein, ob das DFB-Team gegen Ghana am Dienstag die defensiven Probleme in den Griff bekommt – und ob Nagelsmann an seiner Startelf etwas ändert. Lennart Karl gab in seinem knapp 30-minütigen Einsatz nämlich ein starkes Bewerbungsschreiben für die Startelf ab.

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