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DFB-Sportgericht lässt HSV-Hoffnung platzen

Das Urteil gegen Leih-Stürmer Philip Otele nach seiner Roten Karte im Nordderby bleibt bestehen.
Philip Otele sah im Nordderby Rot
Philip Otele sah im Nordderby Rot | picture alliance/GettyImages

Letzte Woche ging es im Weserstadion hoch her. Im Nordderby sah HSV-Angreifer Philip Otele die glatt Rote Karte. Schiedsrichter Florian Exner zückte auch noch für Bakery Jatta Rot, revidierte diese Entscheidung nach VAR-Eingriff aber wieder. Später sahen dann auch noch drei Akteure auf den Bänken Rot vom Unparteiischen.

Das DFB-Sportgericht hatte Otele im Anschluss wegen "rohem Spiel" für zwei Partien gesperrt. Akzeptieren wollten die Rothosen die Strafe allerdings nicht und legten Einspruch ein. Am Freitag kam es am DFB-Campus in Frankfurt zu einer mündlichen Verhandlung, bei der auch Otele anwesend war.

Geholfen hat das allerdings nichts. Der 27-Jährige bleibt für die Duelle gegen Hoffenheim und Frankfurt gesperrt und darf erst an den letzten beiden Spieltagen (vs. Freiburg und Leverkusen) wieder eingreifen. Der HSV hat das Urteil am Freitagnachmittag offiziell bestätigt.

So begründet das DFB-Sportgericht das Urteil

"Wir gehen von rücksichtslosem Verhalten des Spielers Otele und damit von rohem Spiel aus. Spieler Otele hatte die Gefahr erkannt, die von seinem Einsatz in hohem Tempo und mit großer Dynamik ausging. Dabei hat er die Gefährdung des Gegenspielers in Kauf genommen. Das Risiko seines Einsatzes hat sich hier realisiert und sogar zu einer Verletzung geführt. Es war auch nicht zu erkennen, dass er den Versuch unternommen hatte, noch nennenswert abzubremsen oder über das Bein des Bremer Spielers zu springen", begründete Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts.

Bis Montag könnte der HSV beim DFB-Bundesgericht noch einmal Berufung einlegen. Geäußert hat sich der Klub dazu aber (noch) nicht. Weil die Erfolgsaussichten wohl gen Null tendieren würden, darf man davon ausgehen, dass die Rothosen das bestätigte Urteil zähneknirschend akzeptieren werden.

Trainer Merlin Polzin meinte auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim (Samstagabend, 18:30 Uhr) noch: "Ich vertraue darauf, dass wir eine passende Lösung finden. Es wäre weniger passend, wenn ein Spieler zwei Spiele gesperrt wird, wenn der Schiedsrichter die Rote Karte öffentlich auch noch einmal zum Thema gemacht hat."

Exner hatte nach dem Spiel bei Sky erklärt: "Ich kann verstehen, wenn nicht gesagt wird, dass es die klarste Rote Karte der Welt ist. So ehrlich muss man auch sein."

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