Co-Gastgeber Mexiko wird am 11. Juni 2026 die Weltmeisterschaft mit einem Spiel im Aztekenstadion eröffnen. Am 19. Juli 2026 wird dann das große Finale im MetLife Stadium (New Jersey, USA) steigen. Erstmals in der Geschichte werden 48 Teams an einer WM-Endrunde teilnehmen. Deutschland ist eines davon.
Das DFB-Team hat mit einem abschließenden 6:0-Sieg über die Slowakei das direkte WM-Ticket gebucht. Seit Anfang Dezember steht auch fest, auf welche Gegner Deutschland in der Gruppenphase treffen wird.
In Gruppe E geht es gegen die Elfenbeinküste, Ecuador und Fußball-Zwerg Curaçao. Alles andere als Platz eins wäre eine herbe Enttäuschung.
Ins WM-Jahr gestartet ist die Nagelsmann-Truppe im Testspiel-Doppelpack gegen die Schweiz und Ghana mit zwei knappen Siegen. Zunächst setzte sich das DFB-Team in Basel mit 4:3 gegen die Nati durch, dann folgte ein 2:1-Erfolg in Stuttgart gegen die Black Stars.
Es waren die letzten hautnahen Erkenntnisse für den Bundestrainer, ehe er am 12. Mai seinen WM-Kader verkünden wird.
- Kann Deutschland um den WM-Titel mitspielen?
- Wie sieht der deutsche WM-Kader aus?
- Wie viele Spieler stehen im WM-Kader?
- Die WM-Chancen der DFB-Kandidaten
- Sicher dabei als Stammkraft
- Sicher dabei als Joker/Backup
- Gute Chancen
- Geringe Chancen
- Der deutsche Fahrplan zur WM 2026
- Die wichtigsten Infos zur WM 2026
Kann Deutschland um den WM-Titel mitspielen?
Die Stimmung rund um das DFB-Team hat sich nach der Heim-EM 2024 mal wieder von himmelhoch jauchzend zu zu Tode betrübt entwickelt. Nach einem schwachen Final Four in der Nations League folgte die peinliche Pleite in der Slowakei zum Start in die WM-Quali.
In der Folge zeigte Deutschland wenig überzeugende Darbietungen, ehe man im Quali-Finale im Rückspiel gegen die Slowakei eine 6:0-Gala auspackte. Ein Stimmungs-Boost zur rechten Zeit? Die beiden Testspielsiege Ende März haben die Stimmung zumindest nicht wieder eingetrübt, auch wenn die Kader-Diskussionen umso größer erscheinen.
Allen voran wird über die Rolle von Deniz Undav gesprochen, den Nagelsmann partout nur als Joker einplanen möchte. Auch über die Rolle von Leon Goretzka wir hitzig gesprochen. Der Bundestrainer machte jedenfalls deutlich, dass er analog zur Heim-EM für jeden Kader-Spieler bestimmte Rollen eingeplant hat. Diese "Rollengespräche" seien rund um die März-Länderspiele mit allen geführt worden.
Wie sieht der deutsche WM-Kader aus?
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Sommer 2026 wird sein, ob der Bundestrainer die richtigen Spieler für den WM-Kader nominiert und für diese die passenden Rollen findet. Zwar ließ Nagelsmann die WM-Tür für die Spieler, die im März nicht im Kader standen offen, viele Veränderungen wird es am 12. Mai aber wohl nicht mehr geben.
"Der Kader wird dem, mit dem wir zur WM reisen wollen, schon sehr ähneln. Natürlich kann sich auch danach noch etwas ändern, aber generell ist die Grundidee, dass der März-Kader und das WM-Aufgebot artverwandt sind", erklärte der Bundestrainer im Vorfeld dem kicker.
Derweil spielt für die Kaderzusammenstellung auch eine Rolle, wie viele Akteure der Bundestrainer überhaupt in sein endgültiges WM-Aufgebot berufen darf.
Wie viele Spieler stehen im WM-Kader?
Es ist davon auszugehen, dass die FIFA auch bei der WM im Sommer eine Kadergröße von 26 Spielern erlaubt. Ausgehend davon dürfen drei Torhüter und 23 Feldspieler für das endgültige Aufgebot nominiert werden.
Die WM-Chancen der DFB-Kandidaten
90min blickt auf die Kandidaten für den deutschen WM-Kader 2026. Wer das Ticket schon sicher hat und in welcher Rolle. Bei wem die Aussichten richtig gut sind und wer um eine Teilnahme am Turnier zittern muss.
- WM-Startelf steht fast komplett fest
- Große Fragezeichen bei Nmecha
- Wer wird Kimmich-Backup im Kader?
1. Sicher dabei als Stammkraft

Zahlreiche Spieler haben ihren Platz im deutschen WM-Kader schon sicher und sind als Stammspieler eingeplant. Natürlich immer unter der Voraussetzungen, dass keine Verletzung oder ein signifikanter Form-Einbruch passiert.
Der Sonderfall ist natürlich Jamal Musiala. Schafft der FCB-Star es rechtzeitig, topfit zu werden, ist er auch in der Startelf gesetzt. Das machte Nagelsmann nach dem Sieg über Ghana am ARD-Mikro deutlich.
Tor
Oliver Baumann, TSG Hoffenheim
Abwehr
Joshua Kimmich, FC Bayern
Nico Schlotterbeck, BVB
Jonathan Tah, FC Bayern
David Raum, RB Leipzig
Mittelfeld
Aleksandar Pavlovic, FC Bayern
Leon Goretzka, FC Bayern
Florian Wirtz, Liverpool
Serge Gnabry, FC Bayern
Jamal Musiala, FC Bayern
Sturm
Kai Havertz, Arsenal
2. Sicher dabei als Joker/Backup

Die folgenden Spieler haben ihr WM-Ticket ebenfalls in der Tasche, auch wenn ihre Rolle als Joker oder Backup definiert ist.
Tor
Alexander Nübel, VfB Stuttgart
Abwehr
Antonio Rüdiger, Real Madrid
Waldemar Anton, BVB
Nathaniel Brown, Eintracht Frankfurt
Mittelfeld
Leroy Sané, Galatasaray
Sturm
Nick Woltemade, Newcastle United
Deniz Undav, VfB Stuttgart
3. Gute Chancen

Die folgenden Spieler müssen noch um ihr WM-Ticket zittern, haben derzeit aber gute Chancen auf einen Kaderplatz. Eingeplant sind sie überwiegend als Kader-Ergänzungen.
Tor
Jonas Urbig, FC Bayern
Abwehr
Malick Thiaw, Newcastle United
Mittelfeld
Angelo Stiller, VfB Stuttgart
Pascal Groß, Brighton
Jamie Leweling, VfB Stuttgart
Lennart Karl, FC Bayern
Sturm
-
4. Geringe Chancen

Die Liste der Spieler, die nur noch geringe WM-Aussichten haben ist zweigeteilt. Zum einen wären da Felix Nmecha und Marc-André ter Stegen, die im Normalfall dabei wären, aber verletzt sind. Zum anderen wären da die Akteure, die in der Gunst des Bundestrainers hinten dran sind.
Kandidaten, bei denen eine WM-Teilnahme völlig unrealistisch ist, werden nicht mehr aufgeführt.
Bei Nmecha bestätigte Nagelsmann derweil, dass er die WM verletzungsbedingt verpassen könnte (90min berichtete). Bei ter Stegen sieht er eine Teilnahme als "sehr, sehr unrealistisch" an.
Tor
Finn Dahmen, FC Augsburg
Noah Atubolu, SC Freiburg
Marc-André ter Stegen, Girona
Abwehr
Ridle Baku, RB Leipzig
Benjamin Henrichs, RB Leipzig
Yann Bisseck, Inter
Josha Vagnoman, VfB Stuttgart
Robin Koch, Eintracht Frankfurt
Maximilian Mittelstädt, VfB Stuttgart
Mittelfeld
Nadiem Amiri, Mainz 05
Tom Bischof, FC Bayern
Assan Ouedraogo, RB Leipzig
Anton Stach, Leeds United
Robert Andrich, Bayer Leverkusen
Karim Adeyemi, BVB
Said El Mala, 1. FC Köln
Chris Führich, VfB Stuttgart
Kevin Schade, FC Brentford
Sturm
Jonathan Burkardt, Eintracht Frankfurt
Maximilian Beier, BVB
Niclas Füllkrug, AC Mailand
Tim Kleindienst, Gladbach
Nicolo Tresoldi, Club Brügge
Der deutsche Fahrplan zur WM 2026
Nach dem Bundesliga-Finale und dem DFB-Pokal-Endspiel dürfte das WM-Trainingslager Ende Mai 2026 starten. Anfang Juni macht sich der DFB-Tross dann auf in die USA, wo als Generalprobe noch ein Testspiel vor dem Turnierstart absolviert werden soll.
Termin | Ereignis | Ort |
|---|---|---|
12. Mai 2026 | Berfung vorläufiger WM-Kader | Frankfurt |
ca. ab 25.5.2026 | Trainingslager-Start | Herzogenaurach |
31.5.2026 | Testspiel vs. Finnland | Mainz |
Anfang Juni 2026 | Abflug in die USA | offen |
6.6.2026 | Testspiel vs. USA | Chicago |
11.6.-19.7.2026 | WM-Endrunde | USA, Mexiko, Kanada |
14.6.2026 | 1. Gruppenspiel vs. Curaçao | Houston |
Die wichtigsten Infos zur WM 2026
- Auslosung: 5.12.2025 in Washington
- WM-Zeitraum: 11. Juni 2026 bis 19. Juli 2026
- Spielorte: 11 in den USA, 3 in Mexiko, 2 in Kanada
- Gruppenphase: 12 Gruppen mit je 4 Teams
- Eröffnungsspiel: 11. Juni 2026 in Mexiko City (Mexiko vs. Südafrika)
- K.o.-Phase: Erster und Zweiter & die acht besten Drittplatzierten, beginnt mit Sechzehntelfinale
- Finale: 19. Juli 2026 in East Rutherford, New Jersey (USA)
