An der Elfenbeinküste hatte die Deutsche Nationalmannschaft am späten Samstagabend durchaus zu knabbern. Durch eine zwischenzeitliche Druckphase der gegnerischen Auswahl, in der es gleich mehrfach zu gefährlichen Szenen im Strafraum des DFB-Teams kam, hätte durchaus auch der erneute Führungstreffer für die Mannschaft aus Westafrika fallen können.
Zu dieser Wahrheit gehört aber auch, dass die Truppe von Julian Nagelsmann bereits im Ablauf zum 0:1-Rückstand Schwächen offenbarte. Für Thomas Müller, zurzeit als TV-Experte für Magenta TV aktiv, stand dabei Joshua Kimmich im Duell mit Yan Diomande negativ im Fokus.
Brown und Wirtz haben DFB-Plan besser umgesetzt als Kimmich
"Wenn wir gegen schnelle Außenspieler kommen, dann muss dieses Doppeln anders genutzt werden", verwies Müller auf das Gegenspiel zu den schnellen Flügelspielern der Elfenbeinküste (via Bild).
Auf der rechten Seite zeigten Leroy Sané und Kimmich zuweilen mehr Lücken als ihre Counterparts auf links: "Nene Brown hat das immer wieder angezeigt mit seiner Körpersprache. Der hat das mit Flo Wirtz ein bisschen besser gemacht auf der linken Seite. Jo [Kimmich] hat einen dazubekommen, aber muss dann eben Longline schließen, wenn der zweite Mann dabei ist. Und dann auch aggressiver in den Zweikampf rausstechen."
Müller schien sich in seiner Analyse jedenfalls nicht vorwerfen lassen zu wollen, nicht auch gegenüber ehemaligen Teamkollegen kritische Töne anklingen zu lassen. Gegen die Elfenbeinküste ist es schlussendlich nochmal gut gegangen – doch wünschte sich der 36-Jährige gegen stärkere Gegner eine andere Herangehensweise.
Nagelsmann sah zwar eine grundsätzlich gute Umsetzung gegen die schnellen Flügelspieler, bemängelte zum Gegentor aber ebenfalls einen Fehler im gesetzten Timing: "Wir müssen einfach früher verteidigen. Wir machen es eigentlich super. Wir haben eigentlich nur eine Seite zu verteidigen. Leider attackieren wir ein bisschen zu spät. Und dann wird es schwer, wenn er [Diomande] ins Laufen kommt."
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