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"Deutschland stolz machen": Kimmichs emotionale Ansage vor WM-Auftakt

Die deutsche Nationalelf startet am Sonntag in die WM 2026. Joshua Kimmich ist schon besonders heiß auf das Auftaktspiel gegen Curacao.
Joshua Kimmich fiebert dem deutschen WM-Auftakt entgegen
Joshua Kimmich fiebert dem deutschen WM-Auftakt entgegen | Alexander Hassenstein/GettyImages

Das Warten hat ein Ende: Nachdem die ersten Partien der WM 2026 bereits bestritten wurden, startet am Sonntag auch die deutsche Nationalmannschaft ins Turnier. Um 19 Uhr trifft die DFB-Elf in Houston auf Curacao, was eine klare Pflichtaufgabe darstellt.

An der Motivation dürfte es heute scheitern - zumindest nicht bei Joshua Kimmich. "Wir wollen Deutschland wieder stolz machen. Das ist unser oberstes Ziel. Wir wissen, dass wir hier unser ganzes Land repräsentieren. Man spürt, dass es etwas völlig anderes ist, ein großes Turnier für Deutschland zu spielen", sagte der Kapitän im Vorfeld der Partie gegenüber Bild.

Kimmich will Sommermärchen wiederholen

"Selbstverständlich spüre ich die aktuelle Unzufriedenheit in Deutschland und auch, dass es politisch und gesellschaftlich ziemlich unruhig ist", so Kimmich, der gerne das Sommermärchen von vor 20 Jahren wiederholen würde: "Im Sommer 2006 hat die WM Deutschland extrem geholfen und verändert. Wir haben der ganzen Welt eine Offenheit gezeigt, die das Bild über uns bis heute prägt."

"Ich würde mir wünschen, dass in Deutschland wieder ein positiver Patriotismus und gesellschaftlicher Zusammenhalt möglich sind – ohne dabei andere auszugrenzen", äußerte er offen. "Wenn man sich unsere Mannschaft anschaut, haben wir schon sehr viele Spieler mit verschiedener Herkunft, verschiedenen Religionen und aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Gemeinsam wollen wir erfolgreich sein."

"Zählen nicht zu den Favoriten, aber das müssen wir auch gar nicht"

Was die Stimmungslage betrifft, ist die WM 2026 zwar nicht mit dem Turnier von vor 20 Jahren zu vergleichen, das im eigenen Land stattfand. Umso wichtiger wäre es daher, wenn das deutsche Team mit guten Leistungen vorangeht, um trotz der großen räumlichen Distanz bei den Fans Euphorie zu entfachen.

"Wir zählen jetzt nicht zu den ganz großen Favoriten, aber das müssen wir auch gar nicht", gab Kimmich offen zu. "Wichtig ist nur, dass wir wissen, wie gut wir sein können, wenn wir gewisse Dinge auf den Platz bringen."

Aus persönlicher Sicht hat Kimmich bei diesem Turnier einiges zu beweisen. Mit einem erfolgreichen Abschneiden könnten der Bayern-Star und sein Team das frühe Aus von 2018 und 2022 vergessen machen. Ein deutliches Ausrufezeichen gegen Curaçao wäre zumindest der erste Schritt.


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