Deutliches Hoeneß-Statement: Das sind Bayerns Sommer-Transferpläne
Von Fabian Küpper

Die letzte Sommer-Transferperiode werden Bayern-Fans wohl so schnell nicht vergessen. Ein Drama nach dem anderen gab es, wobei insbesondere Max Eberl und Uli Hoeneß häufig nicht einer Meinung waren, und Bayern katastrophal in der Außendarstellung dastand.
Trotz all der Querelen zeigte sich schon damals vor allem eine Sache: Das berühmt berüchtigte Festgeldkonto der Münchner ist nicht mehr so prall gefüllt wie früher. Auch deshalb wird der Klub im kommenden Sommer kleine Transfer-Brötchen backen müssen.
Hoeneß mit klaren Prinzipien
"Wir werden auch im Sommer auf dem Transfermarkt keine großen Töne spucken."
- Uli Hoeneß (Bild)
"Wir werden auch im Sommer auf dem Transfermarkt keine großen Töne spucken. Das Credo ist: Transfers dürfen nicht dafür sorgen, dass wir uns verschulden. Da gibt es für mich kein Pardon", sagte Hoeneß gegenüber der Bild.
Fans, die sich also auf eine echte Transferoffensive gefreut hatten, werden wohl oder übel in die Röhre schauen – und müssen sich von teuren Superstars verabschieden. Max Eberl muss also erneut in kleineren Kategorien planen. Ein Fakt, der schon im letzten Sommer für Zwist zwischen ihm und Hoeneß sorgte.
Der 74-Jährige wiederum sieht die Sache so: "In dem Moment als wir gemerkt haben, dass unser Festgeldkonto immer kleiner wird, haben wir die Bremse reingehauen. (...) Hätten wir alle Spieler, über die gesprochen wurde, auch verpflichtet, hätten wir heute kein Festgeldkonto mehr und für die Finanzierung Kredite aufnehmen müssen. Genau das war der Impuls, am Ende Nein zu sagen."
Keine großen Namen
Statt teuren Neuverpflichtungen werden in diesem Sommer also vermutlich nicht die ganz großen Namen den Weg in die bayrische Landeshauptstadt finden. Hoffenheim-Stürmer Fisnik Asllani ist laut der Sport Bild weiterhin ein Kandidat, obwohl es zuletzt unter anderem vom kicker hieß, die FCB-Scouts hätten von einem Transfer abgeraten. Genauso wie Rechtsverteidiger Givairo Read von Feyernoord Rotterdam. Beide würden etwas unter 30 Millionen Euro kosten.
Von Yan Diomande müssen sich die Fans unter diesen neuen Statuten allerdings verabschieden. RB Leipzig will den Ivorer zwar am liebsten halten, im Falle eines Wechsels schweben den Roten Bullen allerdings rund 100 Millionen Euro vor – für Bayern deutlich zu viel.
Teure Verlängerungen
Ein weiterer Aspekt für das geschrumpfte Festgeldkonto sind unterdessen die vielen wichtigen, aber auch teuren Verlängerungen. In den letzten Monaten verlängerten unter anderem Dayot Upamecano, Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Alphonso Davies. Alle bekamen zudem ein üppiges Handgeld.
Zudem gibt es im Bayern-Kader aktuell kaum Spieler mit einem hohen Weiterverkaufswert, die der Rekordmeister bereit ist, abzugeben. Einzig Min-jae Kim fällt in diese Kategorie, der Südkoreaner möchte jedoch bleiben.
Ein Spieler, der in der Theorie Einnahmen garantiert, ist Joao Palhinha. Der Portugiese ist bis zum Saisonende an Tottenham Hotspur ausgeliehen, wobei die Spurs eine Kaufoption in Höhe von 30 Millionen Euro haben. Mit Thomas Frank wurde in der letzten Woche allerdings der große Befürworter Palhinhas entlassen, weshalb unklar ist, ob der 30-Jährige eine Zukunft in Nord-London hat.
Es sieht aktuell also alles danach aus, als müsste Eberl auch in diesem Sommer kleine Brötchen backen und sich stattdessen auf die Vertragsverlängerungen von Harry Kane und Michael Olise konzentrieren.
Weitere Bayern-News lesen:
feed