Dass Noah Atubolu zu Eintracht Frankfurt wechselt, obwohl die Eintracht schon zwei Keeper mit Bundesligaerfahrung als Nummer eins im Kader hat, ließ bereits tief blicken. Das Vertrauen in die designierte Nummer eins Kaua Santos und Herausforderer Michael Zetterer ist einfach nicht groß genug.
Das bestätigte nun auch nochmal Trainer Adi Hütter, der für die nahende Bank-Degradierung von Santos auf der Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt bei Union Berlin (Samstag, 15.30 Uhr) klare Worte fand.
"Ja, er hat uns zum Zweifeln gebracht. Auch wie es zustande gekommen ist. Das habe ich ihm klar gesagt. Er hat das natürlich sehr professionell aufgenommen und versteht das auch", erklärte Hütter: "Aber klarerweise hat er sich nicht groß darüber gefreut. Die Wahrheit ist: Er hat uns zum Zweifeln gebracht und wir haben jetzt entschieden."
Brentford-Klatsche brachte den Stein ins Rollen
Nachdem Hütter ohne klare Nummer eins in die Vorbereitung gestartet war, verfestigte sich im Laufe der Zeit der Wille, auf der Torwartposition noch einmal nachzulegen. Dass die Suche letztendlich noch einmal forciert wurde, stand nach der deftigen 0:7-Klatsche beim FC Brentford im letzten Vorbereitungsspiel, bei der auch Santos patzte, endgültig fest.
"Wir haben uns Gedanken gemacht. Ich habe mir Gedanken gemacht, bevor ich hierhergekommen bin. Ich wollte aber auch allen die Möglichkeit geben, sich zu zeigen", erklärte Hütter: "Nach dem Spiel gegen Brentford war für uns dann auch klar, dass wir eine klare Nummer eins suchen."
Ein Segen für Atubolu, der sich bereits für einen Abgang vom SC Freiburg entschieden hatte, dann aber lange keinen neuen Verein fand, während Mio Backhaus in Freiburg schon als Nachfolger feststand. Nun findet der Torhüter in Frankfurt eine neue sportliche Heimat.

Der 24-Jährige wird allerdings nicht sofort fest verpflichtet, sondern stößt für die neue Saison erstmal auf Leihbasis zur Eintracht. Um diesen Schritt möglichen zu machen, verlängerte Atubolu seinen Vertrag beim SC Freiburg vorher bis 2028. Anschließend gibt es eine Kaufpflicht, die laut Sky-Angaben bei 13 Millionen Euro liegt. Sollte alles glatt verlaufen, könnte er bereits am Samstag im Eintracht-Tor stehen.
Durch die Ankunft von Atubolu dürfte es indes in der Kaderplanung der Frankfurter noch Bewegung geben: Santos oder Michael Zetterer könnte den Verein bis zum Deadline Day noch verlassen.
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